Knut Nevermann zählte Ende der sechziger Jahre zu dem Kreis derer, die man damals als „Studentenführer“ bezeichnete. Im Jahr 1967 war er Asta-Vorsitzender an der Freien Universität Berlin. Freilich wahrte er sich schon damals sein selbständiges Urteil. „Während wir uns noch von Dutschke aufheizen ließen, war er schon resistent gegen die Massenstimmungen und hatte eine eigene Persönlichkeit“, so zitierte die ZEIT in einem Porträt einen Zeitgenossen. Der Jurist Nevermann, Sohn des vormaligen Hamburger Ersten Bürgermeisters Paul Nevermann, war von 1970 bis 1973 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Bildungsrat. Von 1974 bis 1985 arbeitete er beim Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Sein Marsch durch die Institutionen endete – vorerst – in der Hamburger Kulturbehörde: 1988 wurde er zum Staatsrat ernannt. Unser Bild zeigt ihn (links) im Jahr 1967 in der FU Berlin auf einer Pressekonferenz mit Horst Mahler.