Sachsens neuer Kultusminister

Nach dem Willen des sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf hätte eigentlich eine Frau die Nachfolge von Kultusministerin Stefanie Rehm antreten sollen. Doch als sich auch nach intensiver Suche keine geeignete und geneigte Erbin für das schwierige Amt finden ließ, mußte notgedrungen ein Mann herhalten. Friedberg Groß heißt der Neue. Er ist seit 1984 CDU-Mitglied und gehört seit Oktober 1990 dem Sächsischen Landtag an. Außerdem ist er Mitglied im Ausschuß für Kultur und Medien. Groß wurde 1937 in der Nähe von Dresden geboren. Er studierte Musik und arbeitete seit 1962 als Lehrer für Musik und Rhythmik an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport. Seit 1990 leitete er den Fachbereich Musik, Tanz, Choreographie. Über seine fachliche und politische Eignung für das Amt des Kultusministers darf spekuliert werden; bisher ist nur bekannt, daß Groß noch nirgendwo groß aufgefallen ist.

Bald zu viele Lehrer?

Hessens Universitätspräsidenten haben vor der Aufnahme eines Lehramtsstudiums gewarnt. Auf viele, die zur Zeit studieren, um einmal Lehrer zu werden, warte die Arbeitslosigkeit; dies gelte auch für künftige Studienanfänger, versicherte der Kasseler Universitätspräsident Hans Brinckmann. Der Trend gelte nicht nur für Kassel, sondern bundesweit. Zwar wird es nach dem Jahr 2000 mehr Schüler geben, doch sei es nur eine „vage Hoffnung“, daß die öffentlichen Haushalte auch mehr Personalmittel als bisher in den Schulbereich investierten.