Neue Atommeiler werden in der Bundesrepublik derzeit nicht gebraucht. Sie könnten aber auch kaum gebaut werden, weil es in der Bevölkerung sowie bei den Grünen und der SPD erhebliche Bedenken und Widerstände gibt. Gegen diese Widerstände wollen die beiden größten Stromkonzerne der Bundesrepublik – RWE und Veba – keine Kraftwerke neu bauen.

Der RWE-Vorstandsvorsitzende, Friedhelm Gieske, und der Chef der Veba, Klaus Piltz, sind aber bemüht, einen neuen Konsens über die Kernkraft herbeizuführen. Sie wollen dabei nichts erzwingen, hoffen aber darauf, daß eine neue Generation von Kernkraftwerken, die sicherer sein sollen als die bisher betriebenen, Akzeptanz finden wird. Mit der Initiative von Gieske und Piltz ist ein Dialog in Gang gesetzt, die Sprachlosigkeit beendet worden. Eine Verständigung ist gleichwohl noch nicht in Sicht: Selbst die Stromwirtschaft ist in sich ziemlich zerstritten. hgk