Bis zum ersten Märzwochenende dieses Jahres starben allein in den Skigebieten Österreichs fünfzehn Menschen an den Folgen eines Lawinenunglücks. Lawinenkurse sollen helfen, die Gefahren richtig einzuschätzen.

In der Regel sind es Skitourengeher und sogenannte Variantenfahrer (vulgo: Tiefschneefans), die zu Opfern eines Lawinenunglücks werden: 95 Prozent der Unfälle gehen auf ihr Konto. Fast immer hatten sie Hangsperrungen ignoriert und die Warnungen der – sowohl im deutschen wie im österreichischen und schweizerischen Alpenraum telephonisch rund um die Uhr erreichbaren – Lawinendienste lässig in den Wind geschlagen.

Skifahrerisches Können, so glaubten die meisten, schütze sie vor jedweder Unbill. Bergwachtangestellte und Vertreter der nationalen Alpenvereine geißeln solch "verdammten Leichtsinn" beim Touren- und Tiefschneefahren heftig – meist zwecklos. Denn mit einem sogenannten Lawinenpieps glauben sich viele Skifahrer geschützt.

Doch der Deutsche Skiverband mahnte erst jüngst, daß dieses Gerät technisch noch nicht ausgereift sei. Nach Erkenntnissen des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung kommt bereits im Moment einer Lawinenverschüttung jeder fünfte der Verschütteten sofort zu Tode.

Nur ein Viertel der Opfer ist noch fünfzehn bis fünfundvierzig Minuten nach dem Unglück am Leben. Und nach zwei Stunden Verschüttungsdauer beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit kaum mehr als zehn Prozent.

Selbst optimal ausgerüstete Rettungsdienste vermögen Lawinenopfer erst nach drei bis fünf Minuten zu orten. Die Verschütteten dann aus einem Meter Tiefe mit der Schaufel auszubuddeln dauert weitere zehn bis fünfzehn Minuten – im Idealfall. Oftmals liegen die Verschütteten allerdings wesentlich tiefer unter den Schneemassen verborgen – und Lawinenschnee ist hart wie Beton.

Das Gros der Tourenführer und Skilehrer aller Alpenländer wurde inzwischen in Lawinenkunde ausgebildet. Und viele dieser speziell ge-