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Titanen kommen und gehen als Naturgewalten sie werden gestalthaft, auch durch Tiere und Menschen, repräsentiert.

Hölderlin sagt ihre Ankunft in „Brot und Wein“ voraus. Er limitiert auch ihre Herrschaft indem er sie als Interim erklärt. Er meint, daß es in „dürftiger“, also gottferner Zeit für den Dichter „besser zu schlafen sei“. Dabei schließt er nicht aus, daß inzwischen Gewaltiges, wenngleich Gewaltmäßiges geschieht. Es wachsen „Helden in eherner Wiege“ heran, die aber nur „ähnlich“ der Himmlischen sind.

Die letzte Zuflucht – Schlaf, Rausch und Vergessen – findet der Dichter bei Dionysos. In dieser Hinsicht geht Hölderlin mit Nietzsche konform.

Von Schopenhauer wird die Welt als Spielfeld des blinden Willens betrachtet; sie ist titanisch – zwar ewigem Wechsel unterworfen, doch vergänglicher Natur.

„Denn alles, was entsteht, Ist wert, daß es zugrunde geht.“

Die Frage, wieso denn trotz der Blindheit des Willens herrliche Bildungen entstehen, hat Darwin beantwortet. „Dann wohl auch ein Tadsch Mahal durch eine Menge zufälliger Steinwürfe?“ wurde ihm als Gegenfrage gestellt.