Düsseldorf
Er hatte von seinem General nur das Beste zu erzählen, was immer man ihn fragte. Nun, da es keine Fragen mehr gibt, nähert er sich seinem Vorbild. Offenkundig erfreut und ein wenig verlegen. Der Schritt wird stramm, der Händedruck fällt männlich aus. Das Auge ist klar. "Guten Tag. Wie geht es Ihnen. Ich wünsche alles Gute." Weggetreten.
Szenen wie diese sind gegenwärtig vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht in Serie zu erleben. Und sie sind nur vordergründig verblüffend. Denn die ehemaligen Mitarbeiter des Generals, die vom Vorsitzenden Richter Klaus Wagner als Zeugen gehört werden, sind allesamt Spione, Schicksalsgenossen. Sie sitzen oder saßen im Gefängnis oder warten auf ihr Urteil. Und der Angeklagte, dem sie gefragt oder ungefragt ein so gutes Zeugnis ausstellen, ist Markus "Mischa" Wolf.