Aus für Mediziner-Test?

Sieben Jahre lang war er für Tausende von Abiturienten die größte Hürde vor dem Medizinstudium, nun könnte dem obligatorischen Eignungstest für angehende Medizinstudenten schon bald die letzte Stunde schlagen. Der Schulausschuß der Kultusministerkonferenz (KMK) will die bundesweite Zulassungsprüfung so rasch wie möglich abschaffen, die nach seiner Auffassung zu kostspielig ist. Da zahlreiche Interessenten erst gar nicht zum Test erschienen oder sich schließlich für ein anderes Fach entschieden, sieht der Ausschuß fast die Hälfte aller Aufwendungen für den Test fehlgeleitet. Das letzte Wort über die Zukunft des Mediziner-Tests werden im Oktober die Kultusminister sprechen.

Studentische Wohnungsnot

Die Wohnungssituation der Studenten wird immer dramatischer. Nur jeder zehnte Hochschüler findet Platz in einem Studentenwohnheim. Dies ist das Ergebnis der jüngsten „Wohnraumstatistik“ des Deutschen Studentenwerks. Gut ein Viertel aller Studierenden wohnt danach weiterhin bei den Eltern, fast zwei Drittel jedoch sind auf den freien Wohnungsmarkt angewiesen, wo für ein Zimmer bis zu 600 Mark im Monat zu zahlen sind. Ein Zimmer im Studentenwohnheim kostet dagegen in den alten Bundesländern durchschnittlich nur 238 Mark, in den neuen sogar nur 116 Mark.

Gewalt als Tagungsthema

„Gesellschaftliche Reaktionen auf Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Rechtsextremismus“ ist das Thema einer Tagung, die die neugegründete „Interdisziplinäre Forschungsgruppe für multi-ethnische Konflikte“ der Universität Bielefeld vom 6. bis zum 8. Oktober veranstaltet. Zur Debatte steht dabei vor allem die These, daß gesellschaftliche Institutionen unbeabsichtigt rechtsextremistische Strömungen mithervorbringen, denen sie eigentlich entgegenwirken sollten. Auskünfte und Anmeldungen: Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Universität Bielefeld, Postfach 100131, 33615 Bielefeld.