DIE ZEIT

Die neue Enzyklika: Der Papst sieht schwarz: Ratloses aus Rom

Wen die Bitterkeit würgt, dem bleibt der Aufschrei im Halse stecken. Die neue Enzyklika aus Rom liest sich so, als habe nun angesichts einer in der Epochenwende krisengeschüttelten, verunsicherten Welt sogar einem Papst die allzu selbstherrliche Stimme versagt.

Mitgegangen, mitgefangen

Am Freitag nächster Woche muß Präsident Clinton dem Kongreß Sinn und Zweck des amerikanischen Engagements in Somalia erläutern.

Unionsono

Einstimmig hat der CDU-Vorstand in offener Abstimmung Steffen Heitmann zum Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten nominiert.

Zeitspiegel

Tarzan griff nach der Liane. Nur soviel ist sicher, über den weiteren Fortgang der Geschichte streiten sich die Minister. Als "Tarzan" Michael Heseltine am 9.

Worte der Woche

Ehefrau des amerikanischen Präsidenten, bei der Anhörung im Kongreß zur geplanten Gesundheitsreform * "Sie waren wunderbar. In allernächster Zeit wird man den Präsidenten nur noch als ‚Ihren Ehemann‘ kennen.

Drei Jahre nach der Einheit bietet die Republik ein Bild der Zerrissenheit. Im Osten und Westen streitet man um die Hauptstadt, um Wohlstand und Arbeitsplätze. ZEIT-Autor Richard Schröder nennt sieben Aufgaben, denen sich seine Landsleute stellen müssen: "Die Deutschen haben eine Chance wie noch nie"

Ich habe 1990 zu denen gehört, die sich für die schnelle Einigung der beiden deutschen Staaten eingesetzt haben, allerdings unter zwei Bedingungen: erstens friedlich und zweitens im Einvernehmen mit den Siegermächten und den Nachbarn.

Kofi Annan koordiniert die Blauhelm-Einsätze der Vereinten Nationen in der ganzen Welt: Mann fürs Grobe

Der Mann, der in der Uno für den Somalia-Einsatz zuständig ist, sorgt sich um die öffentliche Stimmung in Amerika. Kofi Annan, als Untergeneralsekretär für die peacekeeping Operations verantwortlich, sieht durchaus das Dilemma, in das die Regierung Clinton durch die Eskalation der Ereignisse gerät: je schlimmer die Nachrichten aus Mogadischu, desto unpopulärer der Einsatz.

Bonner Bühne: Schöner als im Bellevue

Egon Bahrs Strategie eines Wandels durch Annäherung habe im Osten eine Liberalisierung durch Stabilisierung zwar angestrebt, doch ohne Erfolg, behauptete der britische Historiker Timothy Garton Ash während eines Diskussionsabends mit Egon Bahr und Wolfgang Schäuble.

Mit den Serben aussöhnen

SIEGEN. – Jugoslawiens Weg in den Krieg vor zweieinhalb Jahren wurde von der Weltöffentlichkeit nur am Rande bemerkt. Der Golfkrieg und seine Folgen zogen damals alle Aufmerksamkeit auf sich.

Laßt uns den Palast!

Der "Palast" könnte – nach seiner Sanierung – bereits in naher Zukunft zu einem bedeutenden Kultur- und Kommunikationszentrum gemacht werden.

Einen Sozialarbeiter nervten die Fragen: Quiz für Ausländer

DORTMUND. – Jürgen Kampert war es irgendwann leid, immer die gleichen Fragen zu beantworten: Wann muß ein ausländischer Führerschein spätestens umgeschrieben werden? Welche Unterlagen sind nötig, um einen Wohnberechtigungsschein zu beantragen? Wie lange gewährt das Arbeitsamt Eingliederungshilfe? Kaum hatte er es erklärt, "kamen die Leute nach einer Woche mit den gleichen Fragen wieder".

Verlorene Gewinne

Schon im kommenden Jahr dürften viele Arbeitnehmer die realen Einkommenszuwächse wieder verlieren, die sie seit dem Fall der Mauer durch Lohn- oder Gehaltserhöhungen erzielt hatten.

Bonner Kulisse

Pünktlich zum dritten Jahrestag der deutschen Vereinigung hat das Statistische Bundesamt die weitverbreitete Auffassung erschüttert, der Westen leiste überproportional hohe Finanztransfers für konsumtive und soziale Zwecke in die neuen Bundesländer.

Entwicklungshilfe: Armselig

Was hat der U-Bahnbau in der chinesischen Stadt Kanton mit der deutschen Entwicklungshilfe zu tun? Eigentlich gar nichts – wenn es die Weltfirma Siemens nicht gäbe.

Lohnkürzung: Genial

Es war klug von Bundeskanzler Kohl, noch einmal im Papierkorb nachzuschauen. Dort fand sich die lange gesuchte Antwort auf die Frage, wie man das Unternehmertum für seinen Zwangsbeitrag zur Pflegeversicherung entlasten kann: durch Lohnkürzung an Feiertagen.

Die Kontrahenten

Hans-Joachim Gottschol, Fabrikantensohn aus Hagen, ist seit Anfang 1992 Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. Seitdem muß sich die IG Metall auf härtere Zeiten einstellen.

Manager und Märkte

Computerbauer Bull: Staatsbetrieb in Nöten Fernmelderiese Telekom: Im Kreuzfeuer der Industrie Innovationen: Umweltschutz als Markt mit Zukunft

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