Gemeinsam mit dem Briefträger können Urlauber auch die entlegensten Gegenden Britanniens kennenlernen.

Sei es eine abgeschiedene Farm, sei es ein Schloß auf hohem Felsen – die Royal Mail bringt die Post überall hin. Und seit nunmehr 25 Jahren nimmt sie auch Passagiere mit.

Für den Ausländer, der nicht gern selbst links fährt, ist dies eine ideale Möglichkeit, in einsamste Landstriche zu gelangen, und auch eine Chance, den Einheimischen näherzukommen. Der Postbote kennt jeden, und er ist in der Regel gesprächsfreudig und hilfsbereit.

Es geht meistens früh am Morgen los. Einen Platz kann man nicht reservieren. Wer zuerst kommt, hat die Auswahl. In den Fahrzeugen gibt es zwischen zwei und vierzehn Sitze für Passagiere. Die Fahrpreise ähneln jenen in den Linienbussen.

Durch England und Wales führen 42 Postrouten und mehr als 140 durch Schottland inklusive der Inseln. Die roten Autos transportieren 120 000 Fahrgäste im Jahr – manche Kinder benutzen den Post- als Schulbus –, 80 000 davon allein in Schottland. Die inoffizielle Postbus-Hauptstadt auf der Insel ist Inverness im Norden Schottlands. Fünfzig Routen gehen von hier aus in die schönsten Gebiete des Landes.

Die Royal Mail verschickt kostenlos Broschüren (ein internationaler Antwortcoupon wird allerdings gern gesehen). Die Hefte sind bebildert, enthalten Karten und machen auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam. Auch Fahrpläne sind zu haben über: Royal Mail Postbus, Road Transport, Commercial Office, 2nd Floor, Burlington House, Burlington Street, Chesterfield S401RX, England, Telephon 0044-246/21 83 17. Wer nur den England/Wales-Guide braucht, schreibe an The Post Office Public Affairs Unit, 130 Old Street, London EC1V 9PQ, Unterlagen für Schottland gibt es vom Royal Mail Customer Service Centre in Edinburgh, Telephon 0044-31/550 82 32.

Julie Stewart