Lalo Schifrin erzählt gerne Geschichten, und meistens treffen sie den Kern: Es war einmal ein berühmter brasilianischer Komponist, den MGM bat, die Musik für einen Film zu komponieren. Man schickte ihm das Skript nach Brasilien, und nach einem dreiviertel Jahr, als die Dreharbeiten beendet waren, lud man ihn ein, nach Hollywood zu kommen, um sich den Rohschnitt anzusehen. Am Flugplatz erwartete ihn die Führungsspitze von MGM, der Komponist schritt die Gangway hinunter, unter den Arm ein dickes Buch geklemmt, das er niemandem anvertrauen wollte. Es war die Vertonung des gesamten Skripts, eine Symphonie, länger als der Film.

Lalo Schifrin lächelt. Der Fehler wäre ihm nie unterlaufen.