Gefährdeter Thunfisch

Die Fischfangnationen wollen bis 1995 die Fangquote von Thunfischen im Atlantik halbieren. Auf der amerikanischen Seite des Ozeans sind die Bestände des größten Knochenfisches der Welt nämlich seit 1975 um rund neunzig Prozent geschrumpft, in europäischen Gewässern um die Hälfte. Schon im vergangenen Jahr hatte Schweden gefordert, den Thunfisch der amerikanischen Atlantikhälfte auf Anhang 1 des Washingtoner Artenschutz-Abkommens zu setzen. Das hätte ein totales Fangverbot bedeutet. Doch vor allem kommerzielle Interessen der USA haben es nach Ansicht des World Wide Fund for Nature (WWF) bisher verhindert, den Thunfisch wirksam zu schützen. Experten bezweifeln daher, daß die Fischfangnationen sich auch nur an die Halbierung der Quoten halten.

Wie die Temperaturen steigen

Um 0,84 Grad Celsius haben sich die Temperaturen auf der Nordhalbkugel der Erde seit den fünfziger Jahren erhöht – allerdings nur in der Nacht (New Scientist, Bd. 140, Heft 1900, S. 15). Die Tagestemperaturen stiegen lediglich um 0,28 Grad Celsius. Zwei amerikanische Klimaforscher ermittelten diese Zahlen aus den Messungen von mehr als 2000 Wetterstationen. Den überraschenden Unterschied zwischen Tag und Nacht erklären die Wissenschaftler mit der gleichzeitig registrierten Zunahme der Bewölkung: Am Tag verringern die Wolken die Sonneneinstrahlung und bremsen so den erwarteten Treibhauseffekt, in der Nacht dagegen verhindert der bedeckte Himmel die Wärmeabstrahlung.

Erfolgreiche Bartgeier

Das Bartgeier-Projekt, mit dem die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und der WWF den Vogel in den Alpen wieder ansiedeln möchten, zeigt Erfolg. Genau fünfzig Jungtiere aus europäischen Zoos wurden seit 1986 im Salzburger Rauris, im Schweizer Nationalpark, im französischen Hochsavoyen und in diesem Jahr erstmals auch in den französischen Seealpen ausgewildert. Mindestens 41 der Vögel, die eine Spannweite von 280 Zentimetern erreichen können, haben bis jetzt überlebt. Zwei Paare bauen schon eifrig an ihren Nestern. Für die Initiatoren des Projekts wäre es ein echtes Weihnachtsgeschenk, wenn ihre Schützlinge zum ersten Mal seit rund einem Jahrhundert wieder frei in den Alpen brüten würden – Bartgeier legen ihre Eier nämlich im Dezember.