Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott! Das sagen sich die Heimkehrer von Charlestown. Da finden sie sich nun auf dem freien Feld wieder, kalte Böen pfeifen um ihre Ohren, kein Baum, kein Strauch, keine Hütte fängt den Wind. Ein paar Wellblechplatten haben sie mitgebracht, Bauholz, Geschirr, ein bißchen Mobiliar. Sie stehen zwischen ihren Habseligkeiten und sind überglücklich. Afrika ist zurückgekommen! Der alte Mthethwa blättert in einer hellblauen Broschüre, vorne drauf steht in Zulu "Siyanamukela e Charlestown" – "Willkommen", und das ist vielleicht die größte Überraschung dieses Tages. Die weiße Gemeinde nimmt die Vertriebenen freundlich auf. Erwartet nicht zuviel. Uns drückt die Arbeitslosigkeit. Wasser ist knapp. Wir müssen teilen. Alles nachzulesen im hellblauen Merkheft.

"Ich habe niemanden getroffen, der gegen die Rücksiedlung ist", sagt Petrus Schoemann. Der weiße Exfarmer ist vor die Stadt gegangen, um die Heimkehrer zu begrüßen. "Wir sollten nicht vergessen. Man kann diese Dinge nicht vergessen." Diese Dinge. Landraub. Vertreibung. Ausbeutung. Still schaut er den tanzenden und singenden Ankömmlingen zu. Ihr Glück nimmt ein Stück Schuld von ihm.