Dreckschleuder Vulkan

Vier Millionen Tonnen Schwefeldioxid stoßen Vulkane im Jahresdurchschnitt in die Atmosphäre aus (Nature, Band 366, Seite 327). Dazu kommen noch einmal neun Millionen Tonnen, die stille Vulkane wie der Ätna auf Sizilien "ausschwitzen". Doch was die Vulkane zustande bringen, können wir schon lange: 190 Millionen Tonnen Schwefeldioxid, rund fünfzehnmal mehr als aus natürlichen Quellen, stammen aus Fabrikschloten und Auspuffrohren. Klimaforscher nehmen an, daß Schwefeldioxid in den hohen Atmosphärenschichten Sonnenlicht absorbiert und deshalb die Erdoberfläche abkühlt. Wenn jedoch einzelne Vulkanausbrüche ihr Jahressoll weit übertreffen, können auch sie die Witterung kurzfristig beeinflussen.

Neuer Verdacht gegen Dioxin

Allein in den USA leiden über fünf Millionen Frauen an Endometriose, einer Krankheit, bei der sich Uterusgewebe ablöst und in andere Organe wandert. Amerikanische Forscher veröffentlichten nun Indizien dafür, daß das Seveso-Gift Tetrachlordibenzo-Dioxin die Gewebewanderung auslösen kann: Nachdem Rhesusaffen über Jahre hinweg täglich geringe Mengen an Dioxin erhalten hatten, erkrankten je nach Dosis 71 oder 42 Prozent an Endometriose (Science, Band 262, Seite 1373). Noch ist unklar, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind. Deshalb soll das Blut von erkrankten Frauen auf Dioxinspuren untersucht werden. Auch will man prüfen, ob Endometriose in Seveso gehäuft auftritt – die dort lebenden Menschen sind seit dem Chemieunfall von 1976 ähnlichen Mengen des Giftes ausgesetzt gewesen wie die Rhesusaffen.

Urwald in der Urarktis

Die heute bitterkalte Arktis war vor sechzig Millionen Jahren bis nahe an den Nordpol heran von tropischem Wald bedeckt. Trotz ewiger Nacht im Winter fielen die Temperaturen nie unter Null Grad – ein Phänomen, das von den gängigen Klimamodellen nicht erklärt werden kann (New Scientist, Heft 1901, Seite 6). Damit werden aber auch die Voraussagen zur globalen Erwärmung, die sich allesamt auf Klimamodelle stützen, nicht unbedingt glaubwürdiger.