Gute Nachrichten für alle Autofahrer der Oberklasse: Für die steuerliche Abzugsfähigkeit ihres betrieblich genutzten Nobelgefährts gibt es auch künftig keine Höchstgrenze. Ob 100 000 Mark, 200 000 oder noch mehr: Die Neuanschaffung wird von der Gesamtheit der Steuerzahler subventioniert.

Die sozialdemokratisch geführten Bundesländer wollten nur noch maximal 80 000 Mark gelten lassen. Wer unbedingt mehr ausgeben will, sollte nicht auch noch gefördert werden. Damit scheiterten die Sozialdemokraten an der Regierungskoalition – nicht zum ersten Mal. Begründung: Wer es nicht voll absetzen kann, kauft kein Luxusauto mehr, das stürzt die deutschen Hersteller in noch größere Probleme.

Schlechte Nachrichten für alle Normalverbraucher, die eine Feuerversicherung benötigen: Die Steuer steigt von sechseinhalb auf acht Prozent. Das ist eine jährliche Mehrbelastung von 125 Millionen Mark. Begründung: Der Staat braucht Geld, und wer eine höhere Versicherungssteuer bezahlen muß, kann deshalb noch lange nicht auf die Police verzichten.

Wer jetzt meint, wieder einmal über eine ungerechte Lastenverteilung klagen zu müssen, sollte sich ehrlich prüfen: Nagt da nicht der Teufel des Sozialneids an seinem Herzen? th