DIE ZEIT

Die Gewalt von rechts sucht ihre Opfer: Neuer Terror

Ein Pamphlet verbreitet Angst. Unter dem Titel "Jetzt ist Schluß!!! Organisiert die Anti-Antifa" zählt das unter Rechtsextremisten kursierende Magazin Der Einblick rund 250 Namen von Menschen aus fast allen Bevölkerungsschichten auf: Politiker, Juristen, Schriftsteller, Bürgermeister, Sozialarbeiter, Journalisten, Lehrer, Unternehmer.

Wunschzettel

Gleich zwei bedeutende Reisende aus dem Morgenland brachte die Adventszeit nach Bonn – vorige Woche Jitzhak Rabin, diese Woche Jassir Arafat.

Der Schnee von gestern

Keiner rief: Wir sind das Volk! Es war ganz anders einst im Mai. Zäh wie Sirup quoll der Umzug durch die engen Straßen, der Blaskapelle hinterher, die Fahnen und die Transparente schlappten träge im Trott.

Urteil gegen Markus Wolf: Für die Katz

Markus Wolf hat recht behalten. Schon am ersten Tag seines Prozesses hatte der einstige Spionagechef der DDR gesagt, das Verfahren werde nichts Neues zutage fördern.

Ein Bruch

Das Gezerre um den Nachfolger von Richard von Weizsäcker markiert sicherlich einen Tiefpunkt in der Geschichte des Amtes....

Terror mit Briefbomben

Gehts ruhig auf ein Glaserl Wein." Der erste Scherz des populären Wiener Bürgermeisters Helmut Zilk nach seiner Handoperation entsprach seinem Naturell, aber kaum der Stimmung der Österreicher.

Wer ist der Schönste im Land?

Die Vorbilder des Mannes in der Wiener Hofburg wirken nebenan. In diesen Tagen besucht er sie: Anfang der Woche war er bei Václav Havel auf dem Hradschin, am nächsten Montag kommt er zu Richard von Weizsäcker in die Villa Hammerschmidt.

Die Tür bleibt offen

ZEIT: Der russische Geheimdienstchef Jewgenij Primakov warnt davor, die Nato nach Osten hin zu erweitern....................

Wolfgang Ebert: Abschied

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, ich schreibe diesen Brief schweren Herzens, denn er hat einen bewegenden Anlaß: Die Zeit ist nämlich gekommen, voneinander Abschied zu nehmen.

Gedankenspiel über einen "Befreiungsschlag": Was plant der Kanzler?

FREIBURG. – Es beginnt zu Weihnachten, auch in Bonn. Man wünscht dem Kanzler ein paar ruhig-besinnliche Tage. Aber wozu wird er sie nutzen? Wer die Schlagzeilen dieser Tage genau wahrnimmt, kann nicht übersehen, daß sie rechtserhebliche Tatsachen enthalten.

Rot-Grau

HAMBURG. – Die Statt Partei wird Hamburg mitregieren. Zum ersten Mal wird ein Protestclub gegen die etablierten Parteien, der auf Anhieb 5,6 Prozent gewann, in einer Landesregierung sitzen.

KLAUS HARTUNG: Tränen von Magdeburg

BERLIN. – Den Parlamentariern flossen die Tränen, und die Nation genierte sich. Was in der letzten Woche im Magdeburger Landtag geschah, war, folgt man den öffentlichen Reaktionen, keineswegs eine Stunde des Parlaments.

Stahl: Heuchelei

Was die Chefs der großen Stahlunternehmen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland und Luxemburg der Europäischen Kommission geschickt haben, nennt man wohl einen Brandbrief.

Bonner Kulisse

Während Bundesfinanzminister Theo Waigel die Schulden über die Ohren wachsen und er Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger zur Kasse bitten will, steuert die Bundesregierung ein neues Milliardenabenteuer an: die Finanzierung des Transrapid auf der Strecke Hamburg-Berlin.

Steuern: Geschenk

Gute Nachrichten für alle Autofahrer der Oberklasse: Für die steuerliche Abzugsfähigkeit ihres betrieblich genutzten Nobelgefährts gibt es auch künftig keine Höchstgrenze.

Schrottautos: Umleitung

in reines Umweltgewissen ist ein teures Ruhekissen. Beispiel Auto: Eine alte Rostlaube nach dem neuesten Stand der Recycling-Technik zu verwerten kostet die Entsorgungsfirma 650 Mark.

Telekommunikation: Frankreichs und Deutschlands Fernmeldeunternehmen rücken zusammen: Spätere Heirat nicht ausgeschlossen

Anfang Dezember des Jahres 2003: Schon während des Wochenendes waren erste Gerüchte durchgesickert. Aber als die beiden Chefs der deutschen Telekom und der France Telecom dann am Montag auf zeitgleichen Pressekonferenzen in Berlin und Paris die Nachricht bestätigten, war die Überraschung doch groß: Die beiden Fernmelderiesen fusionieren, um im weltweiten Wettbewerb besser bestehen zu können.

Rudolf Engen: Der SuWa-Effekt

Immer wenn wieder eine Wirtschaftsprognose für 1994 präsentiert wird, läßt die Bundesregierung wissen: "Viel zu pessimistisch!" Über die Stagnationsgutachten des DIHT, des Bankenverbandes und der "Fünf Weisen" vom Sachverständigenrat schütteln Bundeswirtschaftsminister Rexrodt und seine Bonner "Silberstreif-Gruppe" nur mitleidig den Kopf: "Die Weisen lagen schon oft voll daneben.

Markt-Report: Auf festen Füßen

Wieder einmal ist die Luft auf dem deutschen Aktienmarkt dünn geworden. Zwar erreichte der Deutsche Aktienindex (Dax) auch in dieser Woche wieder neue historische Höchststände, aber dies immer nur für kurze Zeit, weil auf der erhöhten Kursbasis Gewinne realisiert wurden.

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