HAMBURG. – Die Statt Partei wird Hamburg mitregieren. Zum ersten Mal wird ein Protestclub gegen die etablierten Parteien, der auf Anhieb 5,6 Prozent gewann, in einer Landesregierung sitzen. "Kooperation" haben sie mit den Sozialdemokraten vereinbart, ihre Farbe: Rot-Grau. Zwei Senatoren werden sie stellen. Bürgermeister Henning Voscherau freut’s. Mit den Grünen "wollte" er ja auf keinen Fall; im Koalitionspoker schlug er sie. Viel leichter ging’s da mit der eher konservativen Statt Partei des CDU-Dissidenten Markus Wegner. Die hat nichts gegen Voscheraus "Essentials" Hafenerweiterung, Elbvertiefung, vierte Elbtunnelröhre. Sie hat auch kein Programm, was sollte sie da groß durchsetzen? Nur die Hafenstraße soll jetzt nicht gleich geräumt werden. Voscherau wollte "Rot pur", er hat es fast bekommen, denn von den "Rebellen", den "Robin Hoods" ist bislang nichts zu spüren. Sie waren wohl der bequemste Verhandlungspartner, den die SPD je hatte. mg