Seit dem Rekordverbrauch im Jahr 1991 ist der Energiehunger der Westdeutschen leicht gesunken. Mit über 400 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) liegt der Verbrauch freilich immer noch weit über dem Niveau der Jahre 1980 und selbst 1990. Wirtschaftlicher Niedergang und Strukturwandel haben in Ostdeutschland den Energieverbrauch nicht nur drastisch sinken lassen, sondern auch zu einer deutlichen Verschiebung in der Zusammensetzung geführt: Mineralöl trägt dort mittlerweile mit über dreißig Prozent zum Energiemenü bei (1990: sechzehn Prozent). Insgesamt wird derzeit, Ost wie West, nur rund ein Drittel der eingesetzten Primärenergie (Kohle, Erdöl, Erdgas) in Nutzenergie, beispielsweise Licht oder Kraft, umgesetzt. Die Steigerung der Effizienz würde mehr Energiedienstleistungen ohne zusätzliche Umweltschäden ermöglichen.