DIE ZEIT

Teures Thema

Erstaunliches hat sich herumgesprochen: Es gibt doch Kinder. Während Politik und Arbeitswelt sowie die Auszahlungen der Renten lange funktionierten, als sei Nachwuchs nicht einzukalkulieren, weht plötzlich ein anderer Wind.

Verbildet

Reisen bildet. Zumal dann, wenn Kosten keine Rolle spielen. Dieser Gleichung ist nun auch das Landesarbeitsgericht Düsseldorf gefolgt.

Gauweiler, Streibl und die CSU: Alte Lasten

Die zwei größten Probleme eines Politikers: der Vorgänger – und der präsumtive Nachfolger. Diese doppelte Erfahrung mußte in den letzten närrischen Tagen auch der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sammeln.

Zeitspiegel

In Hongkong, wo das Jahr des Hundes angebrochen ist, soll allen 165 000 Haushunden ein samenkorngroßer Mikrochip in den Nacken eingepflanzt werden.

Strafe für Kriegsverbrecher?: Weltrecht

Das war der grauenvolle Alltag im serbischen Lager Omarska: Ausgemergelte bosnische Muslime und Kroaten, die Gras und Dreck aßen, um ihren Hunger zu stillen, tagelange Quälereien, Exekutionen.

Sarajevo nach dem Nato-Ultimatum: Angst bei den Serben, Hoffnung bei den Muslimen – und dreiste Profite für die Politiker: Die Gunst der Stunde nutzen

Kaum fünf Minuten hatte Saras Kriegshochzeit im Standesamt von Sarajevo gedauert. Dann stand die junge serbische Sprachwissenschaftlerin wieder hinter dem Schalter ihres Büros im Rathaus, beglaubigte Geburts- und Sterbeurkunden, half Flüchtlingen bei ihrem Antrag auf eine der fensterlosen Wohnungen in der kalten, ausgehungerten Stadt.

Bonner Bühne: Boenisch, Bart, Brille

So ernst ist also die Lage: Der Kanzler holt sich einen neuen Medienberater in die Nähe, dorthin, wo neben seinem Ackermann schon andere Helfer tätig sind – man denke nur an den fleißigen Meinungsforscher Gibowski, der im Schatten wirkt und wirkt.

Die Akten Wehners

Nach Möglichkeit soll er in seiner Wohnung nicht selbst an den Telefonapparat gehen, sondern die Bedienung seines Apparates seiner Frau oder seiner Tochter überlassen.

Ostdeutschland: Mit eigenen Kraftwerken wollen sich viele Städte preiswert mit Strom versorgen – gegen den Widerstand von Landespolitikern und Energiegiganten: Ohne Kohle und Konzerne

Hinrich Lehmann-Grube, Oberbürgermeister von Leipzig, war mit einem festen Vorsatz nach Essen gereist. Beim Treffen mit Friedhelm Gieske, Chef des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerkes (RWE), wollte er endlich einen Schlußstrich unter die Partnerschaft mit dem größten deutschen Stromkonzern ziehen.

Made in Germany: Degradiert

Erst verpatzt Kaiser Franz seinen Start als Bundesligatrainer, dann kommt Katja Seizinger ins Straucheln, und nun auch noch dies: „Made in Germany nicht mehr vorn“, melden die Zeitungen.

Spesen: Quittiert

Glückwunsch den Steuerpolitikern! Wieder einmal starten sie eine Attacke auf die Steuerbetrüger unter den Spesenrittern. Damit der Steuerbeamte anhand der Restaurantquittung ermitteln kann, ob es sich um ein (abzugsfähiges) Saufgelage unter Geschäftspartnern oder eine (nicht abzugsfähige) Familienfeier gehandelt hat, muß der Kellner künftig im Detail auflisten, was gegessen und getrunken wurde.

Olympia: Abkassiert

Ein lädiertes Knie läßt die amerikanische Medienbranche boomen. Helfer der Konkurrentin Tonya Harding hauten Eisprinzessin Nancy Kerrigan im Januar eine Eisenstange auf das kostbare Gelenk.

Bonner Kulisse

Die private Finanzierung von Bundesstraßen und Autobahnen wollen der Deutsche Naturschutzring, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und die Bundesinitiative gegen Straßenvorfinanzierung, ein in Süddeutschland gegründeter Zusammenschluß besorgter Bürger, zu Fall bringen.

Die Sparkassen...

Den Sparkassen, einst gegründet, um die Not von Witwen und Waisen zu lindern, stehen harte Zeiten bevor. Noch ist die Gruppe der rund 700 öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute, die zusammen etwa 280 000 Menschen beschäftigen und ein Geschäftsvolumen von mehr als 1,3 Billionen Mark bewegen (zum Vergleich: Der Branchenriese Deutsche Bank kommt auf gut 500 Milliarden Mark), die stärkste Kraft im Geldgewerbe.

...und ihr Präsident

Der Abschied aus der Politik dürfte Horst Köhler nicht leichtgefallen sein. Immerhin gehörte der promovierte Volkswirt zur Führungscrew im Kabinett Kohl und war maßgeblich an wichtigen Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik beteiligt.

Spekulation mit doppeltem Boden

Ein Traumjahr an den deutschen Aktienmärkten ging zu Ende, es sollten – gemessen am Deutschen Aktienindex Dax – letztlich 46,7 Prozent mehr werden.

Einkommensteuer: Computerprogramme leisten bei der jährlichen Steuererklärung gute Dienste: Helfer auf Diskette

Zwei Möglichkeiten gibt es, mit der alljährlichen Einkommensteuererklärung umzugehen: Entweder werden alle Unterlagen dem Steuerberater ausgehändigt, der sie sichtet und – nach bestem Wissen und Gewissen – auf dieser Basis die Vordrucke ausfüllt, oder man macht sich selbst die Mühe, die Belege zu sortieren und die Beträge in die zutreffenden Rubriken der nicht eben unkomplizierten Formulare einzutragen.

Daimler überholt

Weder der deutsche Aktien- noch der Rentenmarkt finden gegenwärtig zu einer klaren Linie. Viele Börsianer sehen in der Unsicherheit eine notwendige Konsolidierungsphase, der ein neuer Aufschwung der Aktienkurse folgen könnte.

Manager und Märkte

Mobilfunk-Gebühren: Erfolglose Finte Personalcomputer: Duell der Marktführer Öko-Sponsoring: Tue Gutes und rede darüber

Benelux im Orient?

Bei Jamel Kalaf klingelt das Telephon neuerdings ein ums andere Mal. Daran wird sich auch sobald nichts ändern, jedenfalls nicht, solange Israelis und Palästinenser darum ringen, das Friedensabkommen von Oslo umzusetzen.

Noch Fragen?: Ministerwort per Post

Mit einer ungewöhnlichen vertrauensbildenden Maßnahme griff Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Anke Brunn (SPD) in die Studentenproteste ein: In einem persönlichen Brief versicherte sie den 500 000 Studenten des Landes, daß es mit ihr weder Studiengebühren noch Zwangsexmatrikulationen wegen zu langer Studienzeit geben werde.

Raucherbein: Strom für kranke Beine

Eine schlechte Durchblutung der Beinmuskeln kann zu Raucherbein und schlimmstenfalls zur Amputation führen. Elektrische Impulse können helfen.

Judaica

Seit über dreißig Jahren ist er Direktor des Leo-Baeck-Instituts in London zur Erforschung der Geschichte der deutschen Juden.

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