Der Mobilfunk boomt. Einen solchen Erfolg haben nicht einmal die Optimisten der Branche prophezeit. Mittlerweile registrieren Telekom (D1) und Mannesmann (D2) bereits über eine Million Teilnehmer. Vor zwei Jahren galt die Bundesrepublik noch als Entwicklungsland auf diesem Gebiet. Heute steht sie an der Spitze des mobilen Fortschritts. Der Grund dafür liegt vor allem in dem rasanten Preisverfall für die modernen, digitalen Funkgeräte.

Allerdings: Die Serviceprovider, die das D1- und D2-Netz vermarkten, fürchten mittlerweile hohe Stornoraten. Denn nach dem günstigen Einstieg mit einem billigen Endgerät kommt für viele Mobilfunk-Begeisterte nach der ersten Gebührenabrechnung der Schock. Die Tarife haben sich nämlich im Gegensatz zu den Gerätepreisen trotz des Wettbewerbs auf hohem Niveau gehalten. Das mobile Vergnügen ist im Schnitt mit 1,35 Mark pro Minute nach wie vor recht teuer.

Das ist denn auch der Grund dafür, warum so mancher Mobilfunk-Teilnehmer in einem kurzen Lockruf den Gesprächspartner im Festnetz darum bittet, ihn zurückzurufen. Gewonnen ist dadurch allerdings nichts. Viele wissen gar nicht, daß auch bei einem Anruf vom normalen Telephon aus ins Mobilfunknetz dessen höhere Tarife zum Zuge kommen.

Turbulent dürfte das Jahr 1994 für die drei Marktführer im Geschäft mit Personalcomputern verlaufen. Insgesamt bestreiten die amerikanischen Konzerne IBM, bis jetzt noch die Nummer eins bei den kleinen Rechnern, Apple als die Nummer zwei und Compaq als drittgrößter Anbieter rund ein Viertel des gesamten PC-Geschäfts. Im laufenden Jahr soll der Absatz insgesamt weltweit um zwölf Prozent auf vierzig Millionen Stück steigen, prognostizieren die Marktforscher von IDC. Die spannende Frage: Wird sich IBM auf dem Spitzenplatz behaupten können?

Compaq-Chef Eckard Pfeiffer hat ehrgeizige Ziele. Spätestens in zwei Jahren will er IBM vom Sockel stoßen. Er übernahm vor gut zwei Jahren das Ruder bei Compaq, räumte dort kräftig auf und konnte den Absatz im vergangenen Jahr fast verdoppeln. Zunächst aber muß er Apple überholen. Dort versucht Michael Spindler die Position der einstigen Pionierfirma zu festigen. Mit Spannung wird nun erwartet, wie das Duell der beiden deutschen Topmanager ausgeht.

Bei IBM fiel derweil eine wichtige strategische Entscheidung. Unternehmenschef Louis Gerstner versucht, sich aus der bedrohlichen Abhängigkeit von dem mächtigen Chiphersteller Intel zu lösen. Im Windschatten von IBM konnte sich Intel zum Quasi-Monopolisten der Branche entwickeln. Fast sämtliche PC-Bauer dieser Welt hängen an dessen Nabelschnur.

IBM will sich davon mit einem riskanten Spagat befreien. Zwar sieht sich der Konzern gezwungen, bei den bereits am Markt etablierten Mikroprozessoren mit Intel auch künftig noch eng zusammenzuarbeiten. Für die nächste Chipgeneration von Intel gilt das indes nicht mehr. IBM verzichtete jüngst auf eine Lizenz für deren Nachbau. Statt dessen hat der Computerriese gemeinsam mit Apple und Motorola, Intels größtem Konkurrenten, einen eigenen Chip entwickelt. Fraglich ist allerdings noch, ob es dem Dreiergespann gelingen wird, sein eigenes Produkt am Markt durchzusetzen.