Glückwunsch den Steuerpolitikern! Wieder einmal starten sie eine Attacke auf die Steuerbetrüger unter den Spesenrittern. Damit der Steuerbeamte anhand der Restaurantquittung ermitteln kann, ob es sich um ein (abzugsfähiges) Saufgelage unter Geschäftspartnern oder eine (nicht abzugsfähige) Familienfeier gehandelt hat, muß der Kellner künftig im Detail auflisten, was gegessen und getrunken wurde. Und von 1995 an sollen gar nur noch maschinelle Quittungen gelten, damit der Wirt nicht aus Gefälligkeit Verzehr oder Datum fälscht. Wenn das auch noch nicht hilft, wird weiter eskaliert: Vielleicht mit einem beigefügten Photodokument der Tafelrunde? Oder werden die Lokale am besten gleich verpflichtet, zur Beweissicherung ihre Gäste per Videokamera zu überwachen und aufzuzeichnen? Hauptsache, den selbsternannten Steuervereinfachern verrät niemand, daß man die Abzugsfähigkeit von Bewirtungsspesen abschaffen kann. Das wäre doch zu einfach. whz