Vorlesung per Video-Konferenz

Wenn an deutschen Unis die Hörsäle wieder einmal zu klein sind, werden die Vorlesungen mitunter per Video nach draußen auf die Flure übertragen, wo die sitzen, die drinnen keinen Platz mehr gefunden haben. Daß sich solche „Video-Vorlesungen“ jedoch nicht nur als letzte Rettung aus der Raumnot, sondern auch weitaus kreativer nutzen lassen, zeigen jetzt die drei schweizerischen Universitäten Bern, Fribourg und Neuchâtel. Sie tauschen per Video-Konferenz Vorlesungen und Forschungsergebnisse untereinander aus. So kann etwa eine Berner Vorlesung über „Computernetze“ auch an den beiden anderen Hochschulen live verfolgt werden. Ein ähnlicher Zusammenschluß mittels Video-Konferenz soll im kommenden Wintersemester auch zwischen den Universitäten Bern, Zürich, Genf, Lausanne und Hamburg erprobt werden.

Unterstützung aus Japan

Da sie wegen ihrer leeren Kassen immer weniger Studien- und Forschungsaufenthalte bezahlen können, sind die deutschen Hochschulen und Wissenschaftsstiftungen eifrig auf der Suche nach auswärtigen Geldgebern. Einen besonders finanzstarken Partner hat nun die Westfälische Wilhelms-Universität Münster gefunden. Hier hat die japanische Sasakawa Foundation einen Fonds in Höhe von 500 000 Dollar eingerichtet, aus dessen Erträgen künftig Stipendien und Forschungsaufenthalte von Studenten und Wissenschaftlern der Philosophischen Fakultät an japanischen Hochschulen gefördert werden sollen. Die Kooperation kam auf Vermittlung eines emeritierten Münsteraner Anglistik-Professors zustande, der seit Jahrzehnten über enge wissenschaftliche und private Kontakte nach Japan verfügt.

Die Sasakawa-Foundation gibt jährlich mehr als 500 Millionen Dollar – die aus dem Erlös von in Japan überaus populären Motorboot-Rennwetten stammen – für gemeinnützige Zwecke aus und zählt damit zu den größten Stiftungen der Welt.