Nichts scheint das Reisefieber der Deutschen zu mindern. Mehr als 47 Millionen waren 1993 unterwegs. Die Lieblingsziele: Deutschland und Spanien.

Über zwanzig Jahre wurde das Urlaubsverhalten der Deutschen vom Starnberger Studienkreis für Tourismus analysiert. Nach dessen Konkurs ließ nun der Deutsche Reisebüroverband gemeinsam mit dem Verlagshaus Gruner + Jahr in ähnlicher Weise dem Reisegebahren nachforschen. Erste Ergebnisse wurden während der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin vorgestellt.

Eine oder mehrere Urlaubsreisen unternahmen demnach 47,3 Millionen Deutsche. Rund drei Viertel der Bevölkerung über vierzehn Jahre waren auf Achse. Verglichen mit den Studienkreis-Zahlen für das Jahr 1992, ergibt sich eine Steigerung um etwa zwei Millionen.

Vor allem Bürger der neuen Bundesländer zählten zu den zwanzig Prozent, die mehrmals unterwegs waren. Unter den deutschen Ferienregionen, fast ein Drittel aller Urlauber blieben in der Heimat, rangiert wie eh und je Bayern an erster Stelle, gefolgt von Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Bei den Auslandsreisen führt wie gewohnt Spanien die Hitparade an vor Italien und Österreich, besonders die Urlauber aus den neuen Bundesländern zog es wie gehabt nach Osteuropa.

Bei den Verkehrsmitteln ist das Auto nicht zu schlagen. Mehr als jeder zweite aller Urlauber stieg ins eigene Vehikel. Aufwärts geht es weiterhin mit den Flugreisen, während nur weniger als fünf Prozent die Bahn oder den Bus nahmen.

Auch dieses Jahr scheint die Reiselust nur wenig abzukühlen. Hochgerechnet mehr als 43 Millionen Deutsche wollen auch 1994 verreisen, während nur 11 Millionen angeben, wahrscheinlich daheim zu bleiben. put