In der ZEIT, Ausgabe Nr. 16/1994 vom 15. 04. 1994, ist auf den Seiten 41 und 42 ein Beitrag unter der Überschrift "Viel Geschrei um Babybrei" abgedruckt, zu dem wir wie folgt Stellung nehmen:

Sie schreiben im Zusammenhang mit der Aussage von ÖKO-TEST, in Produkten von Schlecker seien auch krebsverdächtige Weichmacher in großen Mengen gefunden worden: "Ihr Kronzeuge ist der Chemiker Günter Lach, der im Auftrag von Öko-Test beim Hamburger Labor Dr. Wiertz die Weichmacher gemessen hat. Günter Lach distanziert sich entschieden von dieser Darstellung: ‚Ich habe Öko-Test deutlich darauf hingewiesen, daß diese Meßwerte im Rahmen der Meßgenauigkeit liegen und für eine öffentliche Warnung nicht tragfähig sind. Schon aus statistischen Gründen waren solche Werte bei mehreren Messungen zu erwarten.‘"

Hierzu stellen wir fest: Der Hinweis von Günter Lach bezog sich nicht auf Produkte der Firma Schlecker, sondern nur auf Produkte einer anderen Firma.

Sie schreiben weiter: "Zweifelhaft ist auch die Datenbasis, mit der die Öko-Tester die Rückrufaktionen bei den Firmen Aldi und Milupa ausgelöst haben. In beiden Fällen handelte es sich bei den entdeckten Pestiziden um Spuren von Pilzbekämpfungsmitteln (Fungiziden), deren Richtwerte in einigen Proben um etwa das Doppelte überschritten waren."

Hierzu stellen wir fest: Die Werte des Fungizids Carbendazim lagen um das bis zu Vierfache über dem Richtwert.

Sie schreiben weiter: "Bei der Zeitschrift Öko-Test (...) gibt man offen zu, daß es ganz gezielte Tips von Seiten der Firma Hipp gegeben hat (...)."

Hierzu stellen wir fest, daß von seiten des ÖKO-TEST-Magazins nie eine konkrete Firma als Tipgeber genannt wurde.