Mehr als ein Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft Darmstadt nun schon in Sachen Lopez. Aber hieb- und stichfeste Beweise gegen den Einkaufsvorstand von Volkswagen hat sie dabei nach eigenem Zwischenbescheid bisher nicht zutage gefördert. Dasist mehr als erstaunlich und läßt den früheren Arbeitgeber von Ignacio Lopez, General Motors samt dessen deutscher Tochter Opel, schlecht aussehen. GM und Opel hatten Lopez massiv der Industriespionage bezichtigt, nachdem er unter spektakulären Begleitumständen Mitte März 1993 zu VW nach Wolfsburg wechselte. Komplette Pläne für ein Auto und eine Autofabrik, so die Anschuldigungen, sollen der Manager und seine Mitarbeiter zum Konkurrenten mitgenommen haben. Aber wo sind die Beweise dafür?

Womöglich sind zwölf Monate zuwenig für einen solchen Fall. Immerhin wurde verdächtiges Material gleich kistenweise sichergestellt. Vieles davon konnte noch nicht gesichtet werden - was die schwerwiegende Frage aufwirft: Wie lange darf eine solche Ermittlung dauern? Die Zeit arbeitet nicht für die Gerechtigkeit üth