Verschwörungstheorien gedeihen im Reich der Treuhandanstalt noch immer vortrefflich. Beispiel Eko Stahl AG in Eisenhüttenstadt. Weil die Übernahme durch Emilio Riva bedenklich wackelt, schießen die Spekulationen ins Kraut. Schuld am möglichen Rückzug des umstrittenen Italieners sei Eko Vorstandschef Karl Döring, ein sogenannter Altkader der Ex DDR, meinen die einen. Die anderen sehen in Otto Geliert, Vizechef des Treuhand Verwaltungsrates, den eigentlichen Drahtzieher. Und die Liste läßt sich beliebig fortsetzen: Ob westdeutsche Stahllobby, IG Metall, Betriebsrat oder Riva selbst an potentiell Schuldigen mangelt es nicht. Dabei ist die Lage für ein Schwarzer Peter Spiel viel zu ernst. Sollte Riva tatsächlich abspringen, dann stünde der Stahlstandort Eisenhüttenstadt wahrscheinlich vor dem Aus. Für Verschwörungstheorien bliebe dann noch genügend Zeit neu