Für Kinder wird im Urlaub zuwenig getan: Woran es in Schleswig Holstein mangelt, zeigt eine Studie des Kieler Instituts für Tourismus- und Bäderforschung.

Was die Floskel "Familienfreundlichkeit" bedeutet, untersuchten die Kieler Forscher am Beispiel von sieben Ferienorten, darunter Sankt Peter Ording, Wyk auf Föhr und Plön. Das Ergebnis:

"Die Angebotsgestaltung ist in manchen Bereichen erst in Ansätzen entwickelt und häufig noch weiter zu verbessern "

Teils gibt es kein Kinderplanschbecken oder nicht genug Fahrradwege, teils fehlen öffentliche Toiletten mit Kindersitzen oder Wikkelräume. Und häufig sind Ferienwohnungen oder Hotelzimmer nicht auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern zugeschnitten.

Immerhin bescheinigt die Studie allen Gemeinden viel guten Willen - aber zuwenig Gestaltung. Damit das Umfeld stimmt, müßten Unterkünfte, Gaststätten, Spielangebote und Straßenverkehr auf Kinder abgestimmt sein.

Wie das aussehen könnte, zeigen die "Checklisten" der Forscher.

Zum Angebot eines Restaurants müßten danach gehören: verschiedene Kinderteller, Kinderstuhl, Spielzeug, Spielecke - und schnellere Bedienung für die kleinen Gäste. Wer diese Voraussetzungen wenigstens zum Teil erfüllt, könnte dann das Prädikat "familienfreundlich" führen.