Unterricht in Kurdisch

Im kommenden Schuljahr will die niedersächsische Landesregierung erstmals an drei Schulen für kurdische Schüler Unterricht in deren Muttersprache einführen. Bisher wurde den Kurden in Niedersachsen – wie auch in anderen Bundesländern – Türkisch als muttersprachliches Unterrichtsfach angeboten. Kultusminister Wernstedt (SPD) begründete den Schritt damit, daß in Niedersachsen mehr als 30 000 Kurden leben. Durch den neuen Unterricht solle die kulturelle Identität der Kurden gefördert werden. Die türkische Regierung hat sich noch nicht zu dem Plan geäußert.

Nur mit sauberen Händen

Wenn sich hierzulande die Gerichte mit Streitigkeiten aus dem Hochschulwesen beschäftigen müssen, geht es fast immer um die Benotung von Prüfungsleistungen oder die Vergabe von Studienplätzen. Einen signifikant abweichenden Fall hat nun das Verwaltungsgericht Berlin behandelt: Ein Psychologiestudent der Freien Universität Berlin hatte einen Dozenten verklagt, weil dieser ihn nur mit frisch gewaschenen Händen an einem Praktikumsexperiment mit lebenden Zierfischen teilnehmen lassen wollte. Dies sei ein unzulässiger Eingriff in sein Persönlichkeitsrecht, so der Student. Die Richter gaben dem Dozenten recht, der durch ungewaschene Studentenhände die empfindlichen Fische gefährdet sah. Der unterlegene Student muß sich fortan die Hände waschen – oder auf den Praktikumsschein verzichten.