Du Stänker, mach, daß Du runterkommst!’ – ‚Wenzel, hau ihm eine runter.‘ Vom Vorstandstisch ertönte eine Stimme: ‚Laßt ihn laufen, Brüder.‘ Sie wurde jedoch von Protesten übertönt: ,Prügelt ihn ruhig durch, Brüder!‘" Herrlich – wo das her ist? Aus Jaroslav Hašeks Satire "Die Partei des maßvollen Fortschritts in den Grenzen der Gesetze", aufgeschrieben 1912. Am Wochenende präsentierte sich die Statt Partei in Wuppertal – real und zugleich, wie es im Buche steht: Handgemenge am Rednerpult, Drohungen flogen durch den Raum, Unbekannte steuerten die Mikrophonanlage aus einem verschlossenen Raum heraus. Worum es ging?

Worum soll es schon gehen in einer Partei, die bewußt verschweigt, wo’s langgehen soll? Um Machtkämpfe, die besonders armselig wirken, wenn sie bar politischer Hintergründe sind. Die Blüte der Statt Partei, dieses Sammellagers der Parteienverdrossenen, war schon auf ihrer Bundesversammlung in Kassel welk. Jetzt müffelt sie.

Höchste Zeit, daß sich ein neuer Hašek in den Reihen der enttäuschten Statt-Partei-Idealisten findet, der das banale Projekt endlich zu den Akten legt. Titel: "Die Partei der maßlosen Ambitionen in den Grenzen der Wirklichkeit". job