Herr Hartmann, Sie haben sich für eine Energiesteuer stark gemacht, warum?

HARTMANN: Als Staatsbürger wie als Unternehmensleiter bin ich grundsätzlich gegen weitere Steuererhöhungen. Aber es kann ja sein, daß bestimmte energiepolitische Ziele nur mit Hilfe einer neuen Steuer zu erreichen sind.

Was spricht für die Energiesteuer?

HARTMANN: In Deutschland wird der Kohlepfennig, der die Stromverbraucher einseitig belastet, nach 1996 hoffentlich abgeschafft. Es bleibt jedoch die Verpflichtung, dem deutschen Steinkohlenbergbau auch weiterhin unter die Arme zu greifen. Ferner sollen regenerative Energien gefördert werden, und die Braunkohle-Altlastproblematik in Ostdeutschland bedarf einer finanziellen Lösung. Ich frage mich, woher die Mittel kommen sollen.

Also sprechen nur fiskalische Gründe für eine Energiesteuer?

HARTMANN: Keineswegs. Es handelt sich hierbei um vielmehr originäre energiepolitische Aufgaben, deren Lösung ein finanzielles Konzept erfordert. Zudem gibt es ökologische Gründe für eine steuerliche Verteuerung von Energie.

Damit der Verbrauch sinkt?