ZEIT: Herr Scharping, haben wir Sie bisher richtig verstanden: Sie wollen sich für "ökologisch ehrliche Preise" stark machen, für eine "ökonomische und ökologische Neuorientierung des Steuersystems" und dafür, "daß die Preise der Mobilität die Kosten der Umweltbelastung" widerspiegeln?

Scharping: Ja, denn es wird keine nachhaltige Entwicklung ohne ökologischen Fortschritt geben.

ZEIT: Unserer Frage lagen allerdings Zitate aus dem Grundsatzprogramm der CDU zugrunde.

Scharping: Das macht nichts. Die CDU übernimmt skrupellos Begriffe. Wer die CDU-Politik verstehen will, muß sich die Ergebnisse anschauen, nicht die Roßtäuscherei mit Begriffen.

ZEIT: Ein Bundeskanzler Rudolf Scharping würde also die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mit der ökologischen Erneuerung der Wirtschaft verknüpfen?

Scharping: So ist es, einschließlich sozialstaatlicher Modernisierung.

ZEIT: Sie, Herr Fischer, haben das Programm der SPD als "grüne Kosmetik" bezeichnet. Warum?