Panzer ins Meer

Ausgediente Panzer sollen die Erträge amerikanischer Fischer steigern. Dazu werden vor der Küste Alabamas in diesem Sommer 200 ausgeschlachtete M48- und M60-Panzer im Golf von Mexiko versenkt werden (New Scientist, Heft 1924, S. 11). Dort sollen die Wracks ein künstliches Riff bilden, in dessen Schutz sich Fische besser vermehren können. Mit alten Autos hat dies bereits erfolgreich geklappt, doch nach wenigen Jahren brechen die rostenden Karossen zusammen. Die Stahlpanzer sollen hingegen ein halbes Jahrhundert halten und den Fischern reiche Beute bringen. Der US-Staat Florida plant unterdessen, eine ausrangierte Boeing 727 auf dem Meeresgrund zu versenken.

Runder Globus

Die Erde ist keine Scheibe – aber auch nicht vollkommen rund: Der Durchmesser am Äquator ist 0,3 Prozent größer als derjenige zwischen den Polen. Wegen dieser Asymmetrie bringt die Schwerkraft der Sonne und des Mondes die Erdachse ins Schwanken. Dies beeinflußt das Klima: Je größer die Neigung der Erdachse, desto stärker ist die Sonnenstrahlung im Sommer und desto schwächer im Winter. Der US-Geophysiker Bruce Bills vom Goddard Space Flight Center der Nasa hat nun per Computer errechnet, daß sich während früherer Eiszeiten die Form der Erde änderte, was sich wiederum aufs Klima auswirkte (New Scientist, Heft 1922, S. 17). Während einer Eiszeit hätten sich an den Polen riesige Gletscher gebildet, wodurch die Erde runder wurde. Folglich ließen die Schwankungen ihrer Achse nach, die Sonnenstrahlen trafen in einem anderen Winkel auf die Erdoberfläche. Langfristig habe dieser Effekt die Erdachse zwar stabilisiert, aber stärker geneigt, glaubt Bruce Bills. In welche Richtung sich dadurch das Klima änderte, weiß der Geophysiker bisher noch nicht.