Mit dem Fahrplanwechsel am 29. Mai gibt es bei der Bahn nicht nur Veränderungen im Reiseverkehr, sondern auch bei den Preisen.

Die wichtigste Neuerung betrifft die Pauschalangebote. Ab 29.

Mai fällt der Supersparpreis, zu dem man für 170 Mark verreisen konnte, fort. Dafür wird der Sparpreis für alle Züge - außer dem IGE - um 30 Mark billiger. Er kostet fortan 190 Mark in der 2. Klasse und gilt nun ausnahmslos an allen Tagen. Außerdem entfallen die Zuschläge. Für den IGE bleiben die alten Tarife:

220 Mark kostet der Supersparpreis, 270 Mark der Sparpreis, der auch an Freitagen und Sonntagen gilt.

Einen neuen Kurs schlägt die Bahn auch bei der Reservierung ein. Vom 29. Mai an kostet die Platzbuchung, die bislang im ICEFahrpreis und in den Zuschlägen für Inter- sowie Eurocity enthalten war, pro Fahrt 3 Mark, wenn dabei der Fahrschein vorgelegt wird. Bahnfahrer, die ihre Karte noch nicht gekauft haben, zahlen 9 Mark pro Reservierung. Auch bei Umbuchungen muß man künftig in die Tasche greifen: Sie kosten ebenfalls 3 Mark.

Die Bahn will durch dieses Entgeld die Zahl der sogenannten "Luftbuchungen" verringern.

Darüber hinaus kommt auch das Nachlösen von Fahrkarten im Zug demnächst teurer zu stehen. Wer dort künftig sein Ticket kauft, muß, wie schon im IGE, 10 Mark extra zahlen, wenn der Preis des Fahrscheins 50 Mark übersteigt; bei billigeren Billetts fallen zusätzlich 5 Mark an. Ebenfalls teurer wird das Zugfahren auf den Strecken der früheren Reichsbahn. Der neue Kilometerpreis für die 2. Klasse beträgt ab Ende Mai 17 statt bisher 15 Pfennig. Noch stärker werden Schüler und Berufspendler zur Kasse gebeten. Die Preise für Monatskarten im Osten steigen um bis zu 35 Prozent.