Kayarem Pty Ltd ist eine Geldanlagefirma, die sich mit den Finanzen eines einzigen Mannes befaßt: Rupert Murdoch. Kayarem ist vertreten im Verwaltungsrat der Gruden Investments Pty Ltd in Adelaide, Australien. Die anderen Mitglieder des Verwaltungsrats von Gruden sind Rupert Murdochs Mutter, seine drei Schwestern und Jack Kennedy, ein alter Freund der Familie. Gruden hält 54 Prozent der Queensland Press, die anderen 46 Prozent gehören der News Corporation. 41 Prozent des Aktienkapitals der News Corporation halten wiederum Queensland Press und Gruden. Durch diese Konzernverschlingungen kontrolliert Rupert Murdoch das erste den Globus umspannende Medienimperium der Welt. Star TV in Hongkong, zu 63 6 Prozent in der Hand der News Corporation, wird von Japan bis Kreta, vom Ural bis Indonesien empfangen. BSkyB, zu 50 Prozent bei Murdoch, strahlt auf Europa. In den USA betreibt seine Fox Broadcasting Company bisher acht TV Stationen. Anfang dieser Woche verkündete Murdoch "die größte Umstrukturierung in der sechzigjährigen Geschichte des amerikanischen Fernsehens". Mit 500 Millionen Dollar wird sich Fox in einer Allianz mit der Unteraehmensgruppe New World Communication jetzt an 12 weiteren regionalen Fernsehsendern beteiligen. In Südamerika sendet Fox über Kabel, in Australien ist Murdoch am Seven Network beteiligt. Im Mutterland der Corporation ist öffentlich rechtliches Fernsehen heute auf einen Marktanteil von 15 Prozent geschrumpft.

Die amerikanische Fox TV ist Teil der Fox Inc. - die ehemalige 20th Century Fox Film Corporation mit ihren Studios in Hollywood und Tochtergesellschaften in 30 Ländern. Mit Fox und BSkyB ist der Medienmogul auch in Afrika präsent. Murdoch kontrolliert weltweit 120 Zeitungen, von der Londoner Times über die New York Post und den der Fiji Times und dem Post Courier in PapuaNeuguinea. Im Magazinsektor engagiert er sich hauptsächlich mit Programmzeitschriften - TV Die Modezeitschrift Mirabella ist ein Zufallsprodukt - allerdings Murdoch typisch. Der amerikanische Konzern Conde Nast hatte die Vogue Chefin Grace Mirabella gefeuert. Murdoch schlug ihr ein neues Magazin mit ihrem Namen vor. Nach wenigen Monaten war es am Kiosk. Bei anderen Verlagen gehen Neuerscheinungen Jahre der Planung und Marktforschung voraus.

Auch als Buchverleger agiert Murdoch weltweit. HarperCöllins gehört mit 40 Verlagen in den USA, Australien, Neuseeland und Großbritannien zu den größten Herstellern von Landkarten, Lexika, Bibeln und Lehrbüchern.

Seit Jahrzehnten tut sich Murdoch auch als Spekulant auf den internationalen Währungsmärkten hervor. Seine globalen Käufe und Verkäufe im Mediensektor zeichnen sich durch dieselbe spekulative Kaltschnäuzigkeit aus. Im September letzten Jahres veräußerte er die profitabelste Zeitung der Welt, die in Hongkong gedruckte South China Morning Post, wegen ihrer Peking feindlichen Einstellung an einen engen Vertrauten der chinesischen Machthaber. Der Grund: Er wollte sich China, den Markt der Zukunft für Star TV, nicht, wie er frei bekennt, "wegen der politischen Überzeugungen einer Handvoll Redakteure verderben".

Murdochs Investitionen in Deutschland gerieten bislang zu Pleiten, vor allem der Versuch, zusammen mit Burda in Ostdeutschland den Erfolg der englischen Sun zu kopieren. Nach dem Reinfall von Super! schleust News International jetzt ein Trojanisches TV Pferd in die bundesrepublikanische Medienlandschaft - ein Joint venture mit der Pro 7 Tochter Teiedirekt. Die Selco in München Unterföhrung, eine "Servicegesellschaft für elektronische Kommunikation", versucht, das amerikanische Satellitenentschlüsselungssystem VideoCipher auf dem deutschen Markt einzuführen. Murdoch hält über die News Corporation News Datacom die weltweiten Nutzungsrechte an dem digitalen Zugriffssystem luy