Kein Planet liegt näher an der Sonne als der Merkur, auf dessen Oberfläche die Temperatur auf mehr als 400 Grad Hitze steigen kann. Trotzdem gibt es dort Eis, haben amerikanische Forscher entdeckt, und zwar in einigen schattigen Kratern am Nord- und Südpol des Planeten. Dort erreichen die Sonnenstrahlen niemals den Grund der Krater. Die "Schneebälle in der Hölle" (Nature, Band 396, S. 182 und 213) sind womöglich einige Milliarden Jahre alt und wurden mit Radar entdeckt. Vor drei Jahren hatte es erste Hinweise, ebenfalls durch Radaruntersuchungen, auf ewiges Eis auf dem Merkur gegeben. Jetzt wurde präziser gemessen und die Radarreflexe sind erstmals den Kratern zugeordnet. Anhänger des Philosophen Ludwig Wittgenstein können die Bücher beiseite legen und den Computer einschalten. Die erste Ausgabe der Fachzeitschrift Wittgenstein auf steht so viel wie auf 400 Seiten, teilt der Herausgeber, die Deutsche Ludwig Wittgenstein Gesellschaft, mit. Die Texte sind teils auf deutsch, teils auf englisch geschrieben und drehen sich um das Lebenswerk des 1951 verstorbenen Philosophen. Die Diskette läuft auf dem Betriebssystem MS DOS, der Zugriff ist von den gängigen Textverarbeitungsprogrammen aus möglich.

Wüstenameisen der Gattung Cataglyphis mögen es heiß: Wenn in ihrer Heimat, der Sahara, die Sonne im Zenit steht, sammeln sie die Kadaver anderer Insekten, die der Mittagsglut zum Opfer fielen. Die Leichenfledderer nutzen für ihre Beutezüge ein extrem schmales Temperaturfenster zwischen 45 und 47 5 Grad. Dann sind sie sicher vor ihren Feinden, den Eidechsen. Dieses Beispiel biologischer Anpassung an einen extremen Lebensraum hat der Zoologe Rüdiger Wehner, von der Universität Zürich, im Laufe eines Vierteljahrhunderts erforscht. Dafür erhält er im Juni in Jena die höchste Auszeichnung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft: die mit 10000 Mark dotierte Karl Ritter von Frisch Medaille.

Indische Elefanten rupfen Zweige nicht nur aus, um sie zu verzehren, sondern auch, um damit Fliegen zu vertreiben. Jeder zweite der grauen Riesen biegt und bricht die Zweige so lange zurecht, bis sie sich als Fliegenklatsche eignen (National Geograergaben, daß um unbewaffnete Elefanten knapp doppelt so viele blutsaugende Insekten schwirren wie um die blätterschwingenden Artgenossen.

Wenn Zecken oder andere blutsaugende Parasiten über ihre Opfer herfallen, profitieren auch infektiöse Einzeller und Bakterien davon. So läßt sich das Bakterium, das die Lyme Arthritis auslöst, zunächst von einer Zeckenart in die Blutbahn injizieren. Dort nutzt der Erreger dann die Tricks der Zecke, mit der diese das menschliche Abwehrsystem zu überlisten versucht (New spritzt mit seinem Speichel einen Wirkstoffcocktail, der die Blutgerinnung hemmt, die Adern erweitert und das Immunsystem schwächt.