In Norwegen ballt sich im Sommer eine Fülle von Festivals. Viele sind hierzulande kaum bekannt

Besonders in Südnorwegen versteht man zu feiern. Die Ölmetropole Stavanger entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem Kulturzentrum. Diesen Ruf hat das "Internationale Kammermusikfestival", in diesem Jahr vom 13. bis zum 21. August, wesentlich geprägt. Die Konzerte werden im Dom und im mittelalterlichen Kloster Utstein auf der Insel Moster0y veranstaltet.

In der Kleinstadt Haugesund, etwas weiter nördlich, wird dieses Jahr vom 27. August bis zum 2. September das bedeutendste norwegische Filmfestival veranstaltet. Vom 11. bis zum 14. August steht in derselben Stadt ein Dixielandfestival unter dem Titel "Sildajazz" auf dem Programm. Rund hundert Konzerte finden in Kneipen, Museen, Speicherhäusern und sogar auf dem Leuchtturm statt.

In Grimstad wandelt man auf den Spuren der Schriftsteller Knut Hamsun und Henrik Ibsen. Vom 4. bis zum 14. August wird Ibsens Stück "Catilina" in einem monumentalen Steinbruch gespielt.

Was wäre das norwegische Kulturleben ohne Edvard Grieg? Natürlich gibt es auch ein "Peer-Gynt-Festival", und zwar in Gudbrandsdal. Volkstanz, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte sowie viele andere kulturelle Veranstaltungen verwandeln die Region zehn Sommertage lang (vom 29. Juli bis zum 7. August) in eine einzige große Festspielbühne.

Tromsø feiert dieses Jahr sein 200jähriges Bestehen. Höhepunkte des Jubiläumsjahres: 18. Juni, Polartag; 20. Juni, Jahrestag mit Denkmalsenthüllung und Eröffnung des neuen Troms0sund-Tunnels; am 26. Juni ist Stadtfest.

Kulturelles Glanzlicht in Bergen sind die "Internationalen Festspiele", die bis zum 5. Juni stattfinden. Während dieser Zeit gibt es in der ehemaligen Hansestadt auch ein "Night Jazz Festival".