Politik

JOSEPH ROVAN: Stabilität

Das zufriedene Gesicht des Bundeskanzlers sprach mehr als viele Worte. Von den Funktionen des Bundespräsidenten wissen hier nur Spezialisten. Auch die meisten Inhaber des hohen Amtes sind in Frankreich weithin unbekannt geblieben.

Keine Experimente

Ich lehne die jüngste Vorgabe des Düsseldorfer Justizministeriums entschieden ab. Sie bedeutet endgültig die Kündigung des gesellschaftlichen Konsenses, harte Drogen konsequent zu ächten.

Helfen geht vor Strafen

Um gleich einem Mißverständnis vorzubeugen: Die Freigabe von Drogen oder die Legalisierung des Besitzes auch nur kleiner Mengen kam und kommt für die Landesregierung Nordrhein Westfalen nicht in Betracht.

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Dossier

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Wirtschaft

Bonner Kulisse

Eine Übung zum Nachahmen für Bonns Finanzminister Theo Waigel hat sich die schleswig holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis für ihr Kabinett einfallen lassen.

Gefahr im Konsens

Die Deutsche Bank verliert zur Zeit nicht nur in Deutschland rapide an Ansehen.

Rudolf Engen: Spar-Spuren

Immer wenn Bundeskanzler Kohl von der Trocken- Semmel Diät am Wolfgangsee nach Bonn zurückkommt, stellt er im Kabinett seine Gewichtsreduzierung als „Sparen an sich" vor.

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Wissen

Erforscht und erfunden

Kein Planet liegt näher an der Sonne als der Merkur, auf dessen Oberfläche die Temperatur auf mehr als 400 Grad Hitze steigen kann.

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Feuilleton

Fernseh-Vorschau I: Die falsche Gasse

Solange der blaue Drachen am strahlendblauen Himmel steht, kann eigentlich nichts passieren. Yin und Yang sind im Einklang und lassen jedes chinesische Herz höher schlagen.

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DIE ZEIT

Nach Osten

Auf einem Feldweg bei Düren tat Alexander Solschenizyn 1974 neben Heinrich Böll die ersten gefilmten Schritte ins Zwangsexil.

Unfähig

Erst Magdeburg, dann Halle: Schon wieder ließ die Polizei in diesem Bundesland rechtsextremistische Gewalttäter laufen. Ein Afrikaner wurde am Pfingstsonntag krankenhausreif geschlagen, eine Frau, die ihm helfen wollte, ebenfalls verletzt.

Fünf Jahre nach Tiananmen ist Peking wieder im Geschäft: Meist begünstigt

Der Kalender fügt es so: In der nächsten Woche wird ein besonders grimmiges Stück Realpolitik zu besichtigen sein. Am 4. Juni jährt sich zum fünften Mal das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens; im Frühsommer 1989 hatten die chinesischen Kommunisten den friedlichen Protest der Studenten im Herzen der Hauptstadt gnadenlos zusammenschießen lassen.

ADAM KRZEMŃSKI: Fallgruben

Auch auf der nicht immer leicht zu kultivierenden Domäne der deutsch-polnischen Nachbarschaft übernimmt Roman Herzog ein von seinem Vorgänger gut beackertes Feld.

WOLF JOBST SIEDLER: Taktik

In einer Parteiendemokratie muß die Prozedur der Parteienarithmetik folgen, und sie ist ihr bisher immer gefolgt. Nur Illusionäre meinen, daß man in den Parteihauptquartieren besorgt sei, den wirklich besten Kandidaten ausfindig zu machen.

ANTJE VOLLMER: Unzeitgemäß

Herzog ist unerfahrener als vermutet, gleichzeitig ist er intelligent genug, das zu merken. Wir haben uns unsere Präsidenten noch immer zurechtgebogen, das ist ja das Schöne an diesem Amt ohne viel Macht.

DAVID WITZTHUM: Ein Fremder

Der Name ist so vertraut! Auch wir hatten ja einen Präsidenten Herzog – bis zum letzten Jahr war Chaim Herzog Israels Staatsoberhaupt.

In Bonn schleppen sich die Beratungen über die Zukunft der Bundeswehr dahin. In der Truppe aber wächst der Unmut über die andauernde Ungewißheit, was aus den Streitkräften werden soll: Eingeschränkt tauglich

Oberst Ruwe redet nicht lange um den heißen Brei herum. Wenn es so weitergehe, dann seien „große Bedenken über die Einsatzbereitschaft“ angebracht – nicht allein über die der ihm unterstellten Panzergrenadier-Brigade 21, sondern über die der Bundeswehr insgesamt: „Es macht einfach keinen Sinn, eine Armee zu unterhalten, die innen hohl ist.

Wolfgang Ebert: Schwierige Mission

Ich hatte Glück. Der Mann, der da in Ostberlin am Straßenrand verbiestert in die Gegend starrte, schien haargenau meiner Vorstellung von einem Ossi zu entsprechen, der noch immer nicht von den Segnungen von Demokratie und Marktwirtschaft begeistert ist, und den ich darum zu unseren westlichen Werten bekehren mußte.

Bonner Bühne: Ein Volk von Wegsehern

Was für ein Tag im Parlament, Mitte letzter Woche. Rita Süssmuth gedachte der vor fünfzig Jahren in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma.

Wo die wahre Macht liegt

Es ist nicht das Schloß Bellevue, das die wahre Macht in Deutschland symbolisiert, sondern der Mercedes-Stern. Die Bundespräsidenten kommen und gehen, aber letztendlich wird es immer die Industrie sein, die die Miete für das Schloß aufbringt.

BUCH IM GESPRÄCH: War Bismarck ein Sozi?

Solange die "soziale Marktwirtschaft" im Wettbewerb mit dem real existierenden Sozialismus als wirksame Kampfformel dienen konnte, hielt sich die Kritik an ihr in Grenzen.

Unanständige Geschenke

Selten hat die Bonner Regierungskoalition so ungeniert und schamlos Wahlgeschenke verteilt wie in der Woche vor Pfingsten.

Rüstungsindustrie: Europaexport

Setzt Verteidigungsminister Volker Rühe durch, was er anpeilt, kann die deutsche Rüstungsindustrie aufatmen. Dann dürften die unbequemen Beschränkungen für den Waffenexport bald obsolet sein.

Privatfernsehen: Idealimage

Die höchsten Einschaltquoten und die dicksten Werbegelder hat er schon, Deutschlands Privatsender Nummer eins – RTL. Nur die Gebildetsten mit gefülltem Portemonnaie sitzen nach wie vor lieber bei ARD und ZDF in der ersten Reihe.

Entschädigungsgesetz: Aktenarbeit

Nur noch Böswillige können behaupten, die Bonner Koalition tue nichts gegen die Arbeitslosigkeit. Geradezu in einem Geniestreich haben die Koalitionäre ein gigantisches Beschäftigungsprogramm in Gang gesetzt – unter dem Namen „Entschädigungs- und Ausgleichsgesetz“.

Markt-Report: Kalte Dusche

Wieder ein Minicrash. Nachdem der Deutsche Aktienindex (Dax) in den Tagen vor dem Pfingstfest seinem bisherigen historischen Höchststand von 2284 wieder sehr nahe gekommen war, gab es zu Beginn der neuen Börsenwoche eine kalte Dusche.

Turbo für Geldanleger

Neue Kreationen stehen bei den Vertriebschefs der Investmentbranche hoch im Kurs: Deutsche Anleger, des Festgelds und Sparkassenbriefs längst müde geworden, nehmen neue Investmentprodukte nur allzugern ins Depot – und das ungeachtet aller Kosten und der möglichen Risiken.

Manager und Märkte

Boehringer: Alter Streit, neue Runde Fiat: Leere Hände, schöne Aussichten Tabakwerbung: Schluß mit lustig

Wundersame Rechnungen

Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben. "Das Øresundskonsortium hat keine Berechnungen vorgelegt, die zeigen ..., daß die Bremswirkung unter 0,5 Prozent bleibt.

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