Wmit denen hierzulande die doppelte Staatsangehörigkeit abgelehnt wird.

Die wirklichen Gründe sind ideologischer Art. Mehrfache Staatsangehörigkeit widerspricht der Bedeutung, die konservatives Denken in die deutsche Staatsangehörigkeit hineinlegt. Diese Denker sehen darin höchstens in zweiter Linie einen Ausweis für Bürgerrechte.

Zuerst ist Staatsangehörigkeit für sie ein Zertifikat der deutschen Volkszugehörigkeit.

Menschen mit mehr als nur einer Staatsangehörigkeit würden sich "nicht ausschließlich dem deutschen Volk zugehörig fühlen". Damit begründet der innenpolitische Sprecher der CDUCSU Fraktion im Deutschen Bundestag - Erwin Marschewski - seine Ablehnung: "Sie wären, so meine ich, weiterhin Fremde "

Das ist völkisch gedacht. Zum deutschen Volk zählt nur, wer ihm ausschließlich angehört.

Fremdheit beginnt, wo die Ausschließlichkeit endet.

Die Gefühle, die das deutsche Volk von seinen Gliedern erwartet, müssen ungeteilt sein; sie dürfen keine Legierung eingehen. Das ist die alte "Unterwerfung unter das Deutschtum", über die Arnold Rüge schon 1844 gespottet hat.