Wenn Hilmar Kopper in diesen Tagen über "das Bild der Banken in der Öffentlichkeit"

spricht, darf er sich besonderer Aufmerksamkeit gewiß sein. Doch wer erwartet, daß der Vorstandssprecher der Deutschen Bank aus den zahlreichen peinlichen Pleitefällen der jüngsten Vergangenheit selbstkritisch die Imagekrise des Geldgewerbes zu lösen versucht, sieht sich getäuscht.

Vor dem Marketing Club Frankfurt am Main betonte Kopper Anfang der Woche zwar, keine Medienschelte betreiben zu wollen, und räumte ein, daß die Banken für das Ansehenstief teilweise "selbst verantwortlich" seien. Doch gleich darauf hielt er Journalisten Fahrlässigkeit, bewußte Desinformation und Dummheit vor und klagte, wie schwer es die Banken hätten, gegen das Unverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge anzukämpfen. Denn, so der Chef des größten deutschen Kreditinstituts: "Man glaubt uns nicht "

Der Glaube fehlt offenbar auch den zahlreich erschienenen Marketingfachleuten. Denn als Kopper den englischen Schriftsteller H G.

Bankenwelt zieht fürstliche Einkommen aus Vorgängen, die sie nicht versteht und von deren Verständnis sie, mit Selbstschutzinstinkt, auch andere fernhalten möchte", erhielt er unwillkommenen Beifall auf offener Szene.

Gläubiger und Lieferanten des flüchtigen Baulöwen Jürgen Zwar stellen sich erneut alle Erfolgsmeldungen bei der Suche nach dem Hauptakteur der bislang größten deutschen Immobilienpleite als verfrüht heraus. Auch die Schneider Ortung im iranischen Isfahan blieb offiziell unbestätigt.

Fündig wurden die Fahnder hingegen auf der Spur nach den verschwundenen Millionen. Anfang dieses Jahres soll Schneider noch über Terminguthaben in Höhe von 560 Millionen Mark verfügt haben.