Politik

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Wirtschaft

Irmgard Schwaetzer: Saniert (II)

Es lebe die FDP, genauer: Irmgard Schwaetzer! Die Bauministerin befolgt die freiheitlichen Prinzipien ihrer Partei selbst in aussichtslosen Lebenslagen. Der Glaube an den Markt und die tiefe Abscheu gegenüber staatlicher Planung adelt Liberale.

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Feuilleton

Meine Wiegenlieder waren andere

FRITZ J. RADDATZ: Herr Oliver, Sie haben einen spanischen Paß, Sie sind in Deutschland geboren, Sie schreiben in deutscher Sprache Gedichte. An welchem Punkt des Koordinatensystems ist sozusagen Ihr psychologischer Ort.

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DIE ZEIT

D-Day deutsch

Deutschland, frohlocke! Ein Schandmal aus der Notzeit unsres Vaterlandes wird getilgt: die sogen. Friedensbrücke von Torgau in Sachsen.

Worte der Woche

„Die Familienpolitik der letzten Jahre kann man folgendermaßen beschreiben: Sie stehlen einer Familie die Sau vom Hof, geben ihr drei Koteletts zurück und nennen das eine soziale Wohltat.

Zeitspiegel

Ein Stachel im verhornten Sitzfleisch der Enkel Maos ist seit jeher der tibetische Buddhismus, dessen unerschrockene Anführer – ob hinter den Mauern eis- und schneegeschützter Klöster oder vor den Toren internationaler Menschenrechtskonferenzen – den Greisen von Peking immer wieder schmerzhafte Stiche versetzen.

Helfen heißt Hoffen

Ihr offizieller Titel erinnert an vergangene Besatzungszeiten, ihre Arbeit dagegen wird jeden Abend in den Fernsehnachrichten gegenwärtig: Die Japanerin Sadako Ogata ist seit Anfang 1991 Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Flüchtlinge.

KLAUS HARTUNG: Antiwestliches Potential

BERLIN. – Die Schlagzeilen folgten aufeinander. Aber die Idee, daß man sie miteinander in Verbindung setzen könnte, wird in Berlin als die Frage des politischen Stils behandelt.

Wolfgang Roth: Saniert (I)

Der Esel zwischen den zwei Heuhaufen muß in der Psychologie immer wieder als Beispiel für einen Konflikt mit fatalem Ausgang herhalten: Weil das Grautier sich nicht zwischen den beiden gleich attraktiven Futtertrögen entscheiden kann, verendet es elend.

Bonner Kulisse

Ginge es nach den Unternehmern, dann würde Deutschland draußen viel mehr Flagge zeige. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ludolf von Wartenberg, forderte jedenfalls von der Bundesregierung eine bessere "Koordinierung und längerfristige politische Steuerung" bei der Besetzung wichtiger Positionen in internationalen Organisationen.

Die Telekom rüstet sich für den Weltmarkt: Frühstart

Die Privatwirtschaft mag vor Neid erblassen. Kaum ein deutscher Konzern besetzt derzeit so emsig neue Märkte, schmiedet so aggressiv internationale Allianzen und entwickelt so viele neue Produkte wie die Telekom.

Finanzpolitik: Der Steuerdschungel zwingt zu radikalen Reformen, aber die Politiker zögern noch. Wissenschaftler weisen Wege aus dem Chaos. Eine ZEIT-Serie (II): Einfach, gerecht und ergiebig

Vor überflüssigen moralischen Bedenken warnte Giovanni di Pagolo Morelli seine Erben: "Vermeidet Falschheit wie die Pest – außer in Steuerdingen, wo sie nicht zählt, weil ihr hier nicht lügt, um fremde Güter zu erlangen, sondern um die eigenen vor ungerechter Einziehung zu schützen.

Markt-Report: Schwere Turbulenzen

Das Geschehen an den vergangenen Börsentagen läßt reichlich Raum für allerlei Erklärungen. Kompliziert anmutende graphische Darstellungen wurden ebenso als wegweisende Analyse der jeweiligen Börsenlage herumgereicht wie ausgeklügelte Computerdiagnosen.

Manager und Märkte

Gruner + Jahr: Sieben auf einen Streich Mannesmann: Kontrolleure denken über Sonderprüfung nach Wella: Mit 4711 gegen L’Oreal

Mythos aus den Bergen

Jahrhundertelang glaubten die Indianer, auf dem heiligen Agiocochook wohne der Große Geist, und wer sich seiner Behausung nähere, müsse für diesen Frevel mit dem Leben bezahlen.

Ein lehrreich-vergnügliches Panorama des barocken Rom: Wollust und Zensur

Der Heilige Vater liebte es üppig. Seine größte Schwäche war die Freßsucht, der er zwar immer wieder mit Fastenkuren und häufigen Kasteiungen seines Körpers sowie beschwerlichen Prozessionen entgegenzuwirken suchte – doch bei Delikatessen aus Parma und französischen Klaretts konnte er einfach nicht nein sagen.

ICH LESE GERADE...

... Der Wahn des Nationalen von Dieter Oberndorfer (Die Alternative der offenen Republik; Herder Verlag, Freiburg 1993; 141 S.

Gene für alle Fälle

Sie kommen morgens nicht aus den Federn? Zu spät zur Arbeit? Und bei Verabredungen lassen Sie die anderen immer auf sich warten? Womöglich ticken Sie nicht richtig, genauer gesagt: Ihre innere Uhr tickt falsch, und schuld daran sind nicht etwa Sie – sondern Ihre Gene.

Energie und Umwelt

Ein Feuer haben amerikanische Naturschützer entfacht und damit eine der seltensten Pflanzen der Erde vor dem Aussterben gerettet: Gerade noch vier Exemplare der Peters-Mountain-Malve blühten 1986 auf einem Berggipfel im US-Bundesstaat Virginia.

Erforscht und erfunden

Dem Blut wurde jetzt eines seiner großen Geheimnisse entlockt. Drei Jahrzehnte lang fahndeten Forscher vergeblich nach einem Hormon, das Thrombozyten (Blutplättchen) zum Wachsen bringt.

Lehrzeit

Allen gegenteiligen Bekundungen zum Trotz blicken gerade in England Politiker und ein großer Teil der Öffentlichkeit mit Skepsis auf das wiedervereinigte Deutschland.

Nachdenken über Marcel R.-R.: Die Wahrheit der Intellektuellen: Der Kommissar

Marcel Reich-Ranicki hat also gelogen. Oder wie soll man es nennen, wenn einer, dem vorgeworfen wird, er sei ein Mann des polnischen Geheimdienstes gewesen, antwortet, natürlich habe er, als polnischer Konsul im London der Jahre 1948/49, Kontakte zum Geheimdienst gehabt, aber in Wahrheit dessen Londoner Chef war? Das wäre, als wollte Reich-Ranicki sagen, er habe seit 1974, als er Literaturchef der FAZ wurde, Kontakte zu dieser Zeitung gehabt.

Zeitmosaik

Da denkt man immer: Ja die Schweizer, die haben doch Geld. Haben sie auch. Zwar hat die Obrigkeit in Basel beschlossen, den Theater-Etat um dreißig Prozent zu kürzen, dann sind aber doch wieder fast eine Million Fränkli da, um einem einzigen Mann den vorzeitigen Abgang etwas erträglicher zu machen.

Fernseh-Kritik: Echo aus Weimar

Am 23. Februar 1932 erlebte die bereits in Agonie liegende Weimarer Republik einen ihrer letzten lichten Momente: Ein junger SPD-Abgeordneter aus Stuttgart, Kurt Schumacher, rechnete im Reichstag mit den Rechtsradikalen ab, deren Agitation er einen „dauernden Appell an den inneren Schweinehund im Menschen“ nannte.

WOLFGANG HEGEWALD: Meine Jahre mit Helmut Kohl

Davor lagen meine wilden Jahre, mit Erich Honecker, den ich allerdings für mich bereits 1983 abwählte. Aber das war nur scheinbar so: In Wahrheit hatten meine Jahre mit Ihm längst begonnen, bei uns drüben, auch wenn Er sich damals noch Schmidt nannte.

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