ZEIT: Mit der bahnbrechenden Idee des Ferienclubs begann unter der Ägide Ihres Vaters der Aufstieg Ihres Unternehmens zum weltweit größten Anbieter dieser Art von Urlaub. Doch im vergangenen Jahr hat der Club Méd umgerechnet achtzig Millionen Mark Verlust gemacht. Ist der Ferienclub zum Auslaufmodell geworden?

Trigano: Das schlechte Ergebnis beruht einerseits auf der europaweiten Wirtschaftskrise, andererseits sind wir in vielen Ländern vertreten, die schwere politische Erschütterungen erleben: der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien, Ägypten... Dennoch bin ich überzeugt, daß die Clubidee mit ihrer ein bißchen utopischen Ferienwelt mehr als je zuvor den Bedürfnissen der Leute entspricht.

ZEIT: Bomben in der Türkei, Morde in Miami, Schüsse in Ägypten – Sie mußten allein im vergangenen Jahr mehr als ein Dutzend Clubs wegen Sicherheitsproblemen schließen...

Trigano: Absolute Sicherheit gibt es nirgends. Unser Vorteil ist es, außerhalb der Metropolen zu sein, die mit Problemen wie Kriminalität und sozialen Unruhen zu kämpfen haben.

ZEIT: Wird das Risiko touristischer Investitionen allmählich unkalkulierbar?

Trigano: Wir müssen das Risiko auf uns nehmen, obwohl ein Feriendorf heute zwischen zehn und dreißig Millionen Mark kostet. Auch wenn wir heute das eine oder andere Dorf wegen politischer Unruhen schließen, kann es uns schon nächstes Jahr wieder Gewinne einbringen, sofern sich die Lage beruhigt.

ZEIT: Wenn Sie die Club-Méd-Strategie der vergangenen Jahre nachträglich ändern könnten, hätten Sie weniger expandiert?