Krieg der Würmer

Schottland im Jahre 1994. Die Regenwürmer sind in den Kampf gezogen, um die heimatliche Erde gegen Invasoren aus dem fernen Neuseeland zu verteidigen. Die Eindringlinge, die zu den Plattwürmern gehören, machen kurzen Prozeß mit ihren schottischen Gegnern, obwohl diese großes Ansehen bei Gärtnern und Bauern genießen. Leidtragende des Untergrundkrieges sind vor allem die Ökobauern, denen der Regenwurm den Kunstdünger ersetzt (New Scientist, Heft 1930, S. 18).

Parasiten-Schwund

Die moderne Landwirtschaft zerteilt die Lebensräume von Tieren und stört damit die Ökosysteme. Pflanzenfressende Rüsselkäfer beispielsweise wandern dorthin, wo noch Rotklee wächst. Die weniger mobilen Parasiten der Rüsselkäfer hingegen bleiben bei diesem Umzug zum Großteil zurück. Dadurch können sich die Käfer in der neuen Umgebung besser vermehren und richten so größeren Schaden an (Science, Band 264, S. 1581).