Das kann nur ein Abgeordneter fordern, der nicht wiedergewählt werden will: Die Diäten der Mitglieder des Deutschen Bundestages sollten von 10 000 auf 14 000 Mark im Monat angehoben werden, meint Helmut Becker (SPD), Vizepräsident des Hohen Hauses. Kaum eine Forderung dürfte unpopulärer sein.

Falsch ist sie deshalb nicht: Becker will nämlich auch die Bezüge kürzen, die den Parlamentariern nach dem Ausscheiden zustehen. Die Arbeit des Abgeordneten soll besser, der Rückzug aus dem Parlament schlechter entlohnt werden.

Davon abgesehen: Wenn der Bundestag sich nicht irgendwann nur noch aus Beamten zusammensetzen soll, für die eine politische Laufbahn ein risikofreier Aufstieg ist, muß man sich wohl Gedanken über die Bezüge der Parlamentarier machen. Auch in der Politik hat die Kompetenz ihren Preis. Sie muß sich aber auch durchsetzen – und nicht am Filz in den Parteien scheitern. th