Keine Krebsdaten mehr

Tumorspezialisten haben Grund zur Empörung. Ein vernünftiges Krebsregistergesetz, das Auskunft über Häufigkeit und Heilung eines Krebsleidens gibt, will nicht zustande kommen. Nach der Vereinigung von West- und Ostdeutschland wurde das von allen Fachleuten ob seiner Vollständigkeit bewunderte DDR-Krebsregister aufgelöst und den Epidemiologen ein gesamtdeutsches Register versprochen, damit Deutschland auf dem Gebiet der Krankheitsursachenforschung nicht länger als Entwicklungsland angesehen wird. Jetzt droht die Gesetzesvorlage im Bundesrat zu scheitern. Die Politiker wollen von den Ärzten verlangen, nur jene Krebskranken in das anonyme Register aufzunehmen, die sich schriftlich dazu bereit erklärt haben. Und daran könnte die Brauchbarkeit dieses Gesetzes scheitern, weil Ärzte oft die Aufklärungsarbeit oder die lästigen Mitteilungen an ein Zentralregister scheuen. Da wird in Deutschland gerne der Datenschutz vorgeschoben, obwohl der durch die Gesetzesvorlage keineswegs gefährdet ist.

Der gewisse Unterschied

Bei Skeletten von Dinosauriern gibt ein kleiner Knochen Auskunft über das Geschlecht: Die männlichen Urviecher besitzen nahe der Schwanzwurzel einen relativ großen Wirbelfortsatz. Hier setzten wohl die Muskeln der Geschlechtsorgane an. Dino-Damen hingegen haben dort einen erheblich kleineren Fortsatz, der einigen Abstand zur Schwanzwurzel läßt. Durch diese Lücke glitten die Sauriereier (National Geographie Magazine, Band 135, Heft 6, Geographica).