Während die Diskussion über Studienzeitverkürzungen oder die Qualität der Lehre in vollem Gange ist, geraten andere Probleme der deutschen Hochschulen fast in Vergessenheit. Zu ihnen gehört auch der schlechte bauliche Zustand vieler Institute, Hörsäle und anderer Hochschuleinrichtungen. Vor allem die in den fünfziger und sechziger Jahren errichteten Gebäude weisen mittlerweile zum Teil erhebliche Schäden auf. An der Universität Köln etwa sind nach Angaben der Hochschulverwaltung zahlreiche Bauten buchstäblich „vom Verfall bedroht“, was nicht zuletzt auch den Studienbetrieb beeinträchtigt. Um die beschädigten Gebäude zu sanieren, sind nach Schätzungen der Verwaltung rund 400 Millionen Mark erforderlich. Dagegen nehmen sich die genehmigten Summen bescheiden aus: Im vergangenen Jahr erhielt die Universität nur knapp 25 Millionen.