Das Gift der Jugend

Alte Monarchfalter, für Vögel ein potentieller Leckerbissen, flattern unbehelligt umher, da sie sich auf die abschreckende Wirkung ihrer jüngeren Artgenossen verlassen können. Diese innerartliche Mimikry entdeckten Wissenschaftler der University of Florida, als sie den Giftgehalt der prächtigen Schmetterlinge untersuchten (Experienta, Band 50, S. 176). Als Raupe verspeist der Monarch mit Vorliebe Schwalbenwurzgewächse und reichert dabei Glykoside an. Die schmecken widerwärtig bitter, lösen Brechreiz aus und wirken in hoher Dosis gar als Herzgift. Auch im jungen Schmetterling, zu dem die Raupe reift, findet sich der Giftstoff, und hungrige Vögel lernen schnell, die auffällig orange und schwarz gemusterten, übelschmeckenden Tiere nicht zu behelligen. Da ein Falter nur Nektar schlürft, verschwindet das Gift mangels Nachschub allmählich aus dem Körper, so daß sie durchaus genießbar werden. Doch da immer wieder junge, giftstrotzende Falter schlüpfen, machen die Freßfeinde ständig schlechte Erfahrungen und meiden die Beutetiere.

Mißbrauch von Abführmitteln

Mehrere Millionen Deutsche greifen mehrmals in der Woche zu Abführmitteln. Viele leiden nicht unter Verstopfung, sondern wollen auf diese Weise abnehmen. Das Deutsche Grüne Kreuz hat jetzt gewarnt, daß der Mißbrauch auch pflanzlicher Mittel schädlich ist. Darmveränderungen, Herzrhythmusstörungen und sogar Darmkrebs können die Folgen sein. Die Mediziner raten darmträgen Menschen deshalb davon ab, sich auf eigene Faust kurieren zu wollen. Wer viel trinkt, Sport treibt und ausreichend Obst und Gemüse ißt, kann seine Verdauung auch ohne Medikamente in Schwung halten.