27 Jahre alt,

Disco-Türsteher und Buchhalter

Das Wort „Türsteher“ ist out! Heute heißt das „Checker“. Der Checker wählt aus. Er checkt die Leute ab. Ich finde, es ist das nettere Wort. Beim Türsteher denken die Leute immer gleich an Rausschmeißer. Dabei sind wir eine Sicherheit für die Gäste! Die kennen uns, wir sind nett, und wenn einer der Gäste dumm angemacht wird, helfen wir.

Mein Tag fängt am Freitagabend an, nach’m Büro. Achtzehn Uhr. Ich geh’ dann meist unter die Dusche, eß’ was, setze mich ins Auto und fahr’ zum Club. Da guck’ ich erst mal, was los ist, informiere mich übers Programm. Um neun, halb zehn gehen vorn die Türen auf, und dann wird gearbeitet.

Freitag ist Techno-Abend hier in Frankfurt. Wir sind drei bis vier Leute an der Tür. Für den Job braucht man natürlich Selbstbewußtsein und eine gewisse körperliche Statur. Aber wir sind normale Leute, die den Besucherverkehr regeln.

Die Geschäftsleitung sagt klipp und klar: keine Drogendealer und keine mit Drogen vollgepumpten Leute! Annehmbare Kleidung sollten die Gäste schon haben, keine versiffte Hose oder so.

Wenn einer total besoffen ankommt, hat’s auch keinen Sinn.