Wie oft hat man sie schon verflucht – die Massendrucksachen. Ob sie den Briefkasten verstopfen oder zwischen den Seiten von Zeitschriften und Magazinen lauern – stets kommen sie ungewollt und unbestellt. Kaum jemand beachtet die Werbebriefchen, das Massenhafte und Kostenlose an ihnen macht sie für Empfänger mit normalem Zeitbudget lästig, zumindest belanglos. Die Streuverluste sind denn auch enorm – die unzeitgemäßen Müllhalden von ungelesenen Massendrucksachen belegen es. Dennoch rechnet sich die Wirtschaft belebende Effekte für ihre Geschäfte aus – alles andere zählt ohnehin nicht. Und deshalb macht sie nun der Post das Verteilungsmonopol streitig. Und sie will es nun selbst billiger machen. Was wohl auch zu schaffen ist nach den drastischen Gebührenerhöhungen des Staatsbetriebs. Dabei hatten gerade diese Hoffnung auf ein Abebben der Papierflut gemacht. Bleibt der Wunsch, daß sich die neuen Versender an die alten Briefkasten-Aufkleber halten: Werbung nicht erwünscht. üth