Dossier

Good bye!

Deutsch amerikanisches Volksfest am Hüttenweg in Berlin Dahlem: Fahrgeschäfte, Schießbuden, Hamburger Stände. Es gibt etwas ist ganz anders: Man sieht kaum noch Amerikaner.

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DIE ZEIT

Hilflos

Von den 267 zur Hilfsaktion nach Ruanda entsandten Ärzten, Medizinstudenten und Krankenschwestern sind 44 hilflose Helfer vorzeitig zurückgekehrt: Am Einsatzort in den Flüchtlingslagern funktionierte nichts – weder die Organisation noch die ausreichende Versorgung mit den richtigen Medikamenten.

Im Fieber

Feuchte Hände beim Ausfüllen des Lottoscheins? Nicht doch, hier wird ja nicht gepokert. Kalter Schweiß vor lauter Kästchendenken? Ach wo, eine Annahmestelle ist doch kein Spielkasino.

Zeitspiegel

Über Rudolf Scharpings „Versprecher des Jahres“ ist weidlich gelacht worden. Am Tag nach der Schlappe seiner Partei bei der Europawahl hatte der SPD-Vorsitzende gesagt: „Das ist in der ersten Runde eine Niederlage.

Sri Lankas neue Premierministerin, Chandrika Kumaratunge, will die Singhalesen mit den Tamilen versöhnen: Mit Tatkraft und Charme

Wer sich mit Chandrika Kumaratunge verabredet, tut gut daran, einen Stapel Bücher einzupacken. Auf leisen Sohlen hat ein uralter Diener mit entschuldigender Miene schon die fünfte Tasse Tee gebracht; andere, ebenso uralte Diener huschen durch die dunklen Räume in dem großen, altmodischen Bungalow am Rosmead Place, einer der besten Adressen in Colombo.

Worte der Woche

„Es wußte jeder, daß es ein grandioser Unfug ist, Rettungssanitäter und Medizinstudenten mit dorthin zu nehmen. Kein Mensch würde in Deutschland darauf kommen, auf unsere Mitbürger Medizinstudenten loszuschicken.

Der bosnische Präsident schaltet einen Rivalen aus: Betrüger und Verräter?

Bosnien hat einen Präsidenten weniger: Fikret Abdić ist gestürzt. Seine Firma Agrokomerc war mehr als nur ein Unternehmen. Der ebenso windige wie findige muslimische Geschäftsmann hatte vor knapp einem Jahr sein eigenes Reich zwischen allen Fronten eingerichtet: die Autonome Region Westbosnien, umzingelt von Serben, umgeben von Kroaten und weit entfernt von der Hauptstadt Sarajevo.

Wolfgang Ebert: Rohrkrepierer

„Das hat der Rote-Socken-Fabrikant und CDU-Generalsekretär Hintze höchstpersönlich geschafft, indem er der PDS seinen hocheffizienten Propagandaapparat zur Verfügung stellte.

Nur nichts Neues

Das Programm der Union heißt Kohl, und genauso überraschend fiel ihr „Regierungsprogramm“ aus. Womit soll man heute auch noch jemanden verblüffen? Die Botschaft, egal, wie die Details aussehen, ist klar.

Neid von oben

Man hat Verständnis dafür, daß eine Regierungspartei vor der Wahl ihre wirtschaftspolitische Bilanz frisiert. Das Ende der Rezession brachte Helmut Kohl schließlich in den Umfragen wieder nach vorne.

Bonner Bühne: Nörgler vom Fach

An dieser Stelle wird in aller Regel nicht geworben. Es soll aber ausnahmsweise erinnert werden an eine große Ausstellung. Der Titel: „Europa, Europa“ („Das Jahrhundert der Avantgarde in Mittel- und Osteuropa“).

BUCH IM GESPRÄCH: Deutliche Forderungen

Das Buch geht auf Diskussionen einer Studiengruppe der Carnegie-Stiftung zurück. Vor einigen Monaten, als sie zuerst veröffentlicht wurden, haben die Thesen noch überrascht: So deutlich hatte noch keine amerikanische Stimme die Deutschen aufgefordert, außenpolitisch umzudenken und ihrer größeren Verantwortung in der Welt gerecht zu werden.

Bankgebühren: Bodenlos

Mag sein, daß die hiesige Industrie so ziemlich jeden High-Tech-Trend verschläft, die deutschen Banken sind jedenfalls innovativ.

Bonner Kulisse

Mit kräftigen Abgabenerhöhungen müssen die Bundesbürger rechnen, wenn stimmt, was Umwelt-Staatssekretär Clemens Stroetmann Anfang der Woche beiläufig erklärte: In der Bundesregierung bestehe Konsens darüber, daß kommunale Entsorgungsbetriebe künftig Steuern auf den Ertrag, das Vermögen und den Umsatz bezahlen sollen.

Treuhand: Tadellos

Nun weiß der Bürger rechtzeitig vor der Bundestagswahl Bescheid: Die Treuhandanstalt hat bei der Privatisierung im Osten gute Arbeit geleistet, sie hat das ihr anvertraute Vermögen ordnungsgemäß verwaltet, und – vor allem – die Bundesregierung ist ihrer Aufsichtspflicht ohne Fehl und Tadel nachgekommen.

Post: Hoffnungslos

Wie oft hat man sie schon verflucht – die Massendrucksachen. Ob sie den Briefkasten verstopfen oder zwischen den Seiten von Zeitschriften und Magazinen lauern – stets kommen sie ungewollt und unbestellt.

Rudolf Engen: Siegfried Superstar

Immer wenn Kollege G., der Wagner-Fan, von den Festspielen in Bayreuth in die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA) zurückkommt, ruft er allen ein fröhliches „Weia! Waga!“ zu, spricht von den Sekretärinnen als Rheintöchtern und schwärmt der kreativen EMMA-Runde vor: „Die Festspiele sind auch ökonomisch eine runde Sache.

Nach dem Kahlschlag

Nichts schwankt in der deutschen Wirtschaft so stark wie die Stimmung. Nach der deutschen Einigung wähnte man sich an der Schwelle zur neuen ökonomischen Supermacht, in der folgenden Rezession malten viele schon das Ende des Industriestandorts Deutschland an die Wand.

Markt-Report: Finanztitel unter Druck

Besitzer deutscher Aktien mußten in den vergangenen Tagen Kursverluste hinnehmen. Das liegt unter anderem an den wieder steigenden Kapitalmarktzinsen und dem schwachen Dollar.

Manager und Märkte

Virgin: Mißerfolg mit CD-Megastores Viva TV: Musik für Oldies? Volkswagen: Jagd auf Opels Corsa

Rezension: Die Masche des Luciano B.

Mit vierzehn Jahren verließ er die Schule, um als Kleiderverkäufer seine drei jüngeren Geschwister mit durchzubringen. Mit zwanzig verscherbelte er die ersten bunten Pullover im Bekanntenkreis, die von seiner zwei Jahre jüngeren Schwester an der Strickmaschine produziert wurden.

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