Die ältesten Steine Europas

Der Nordwesten Schottlands scheint ein ausgesprochen greiser Landstrich zu sein. Britische Geologen fanden dort zwei 3,3 Milliarden Jahre alte Steine, sogenannte Amphiboliten, die damit die ältesten bekannten Brocken Europas sind (Nature, Bd. 370, S. 552). Damals, ungefähr eineinhalb Milliarden Jahre nach der Aushärtung der Erdkruste, entwickelten sich in der sogenannten Ursuppe gerade die ersten primitiven Lebensformen. Das älteste Gestein der Welt ist übrigens fast vier Milliarden Jahre alt und wurde in Kanada gefunden.

Sonnenflecken und Ozon

Ein englischer Physiker hat erstmals einen Mechanismus vorgeschlagen, der erklärt, wie die Sonnenflecken-Aktivität das Erdklima beeinflußt (Nature, Bd. 370, S. 544). In elfjährigen Zyklen ändert sich die Sonneneinstrahlung um 0,1 Prozent – zuwenig, um die gleichzeitig registrierten Klimaschwankungen zu erklären. Die neuen Modellrechnungen ziehen jedoch in Betracht, daß vor allem die ultraviolette Strahlung stärker wird. Diese verstärkt die Ozonschicht, die dann wiederum mehr Strahlung absorbiert und so indirekt die Beziehung zwischen Strahlung und Klima verstärkt.