Die Premiere war ein voller Erfolg: Mehr als eine Million Besucher zog im vergangenen September der erste „Tag des offenen Denkmals“ an. Grund genug für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, dieses bundesweite Kulturereignis zu wiederholen. Über 5000 Denkmale in rund 1500 Städten und Gemeinden sind am 11. September für Besucher geöffnet, darunter viele, die weit über die landläufigen Vorstellungen von einem Denkmal hinausgehen: Archäologische Ausgrabungen aus der Bronzezeit (Frankfurt/Oder) gehören ebenso dazu wie schlichte Dorfkapellen (zum Beispiel im Rhein-Sieg-Kreis) und würdevolle Patrizierhäuser (wie etwa das Runtingerhaus in Regensburg), Luftschutzbunker (Bochum) und Strafvollzugsanstalten (Bautzen). Im Mittelpunkt der diesjährigen Vererstehung stehen die steinernen und eisernen Zeugen des Industriezeitalters wie die Maxhütte im thüringischen Unterwellenborn, deren 1923 erbaute Gasmaschinenzentrale unser Bild zeigt. So wie sie sind auch die meisten anderen Sehenswürdigkeiten normalerweise nicht zugänglich. Der Tag des offenen Denkmals soll nicht zuletzt auch für den Denkmalschutz werben; deshalb geben Restauratoren, Architekten und Denkmalpfleger Einblicke in ihre Arbeit. Ähnliche Veranstaltungen finden am selben Tag auch in 23 anderen europäischen Ländern statt. Auskünfte erteilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Dürenstraße 8, 53173 Bonn, Tel.: 0228/95 73 80; die lokalen Veranstaltungen sind in vielen Tageszeitungen abgedruckt.